Pferdeleckerlis selber machen

Du möchtest deinem Pferd etwas richtig Gutes tun und bist auf der Suche nach Pferdeleckerlis zum selber machen?

Dann komm mit, wir zeigen dir, wie das geht!

Alle Pferdeleckerlis haben wir verkostet und unseren Pferden zum Fressen gebracht. Du denkst bestimmt nach, zu welchem Anlass sich das selber Backen so richtig lohnt?

Ein möglicher Anlass könnte der Geburtstag deines Pferdes sein. Und weil das viel zu selten ist, backen wir gleich öfter.

Bevor wir zu den Sorten kommen, vorab noch der Hinweis: Nach dem Backen die Leckerlis gut abkühlen lassen, bevor die Pferde sie füttern dürfen. Nicht, dass euer Vierbeiner sich noch verbrennt!

Pferdeleckerlis selber backen: Bananen-Kleie Kugeln

Runde, große Kugeln – mit Banane ein Gaumenschmaus

Unsere erste Sorte haben wir mit Bananen zubereitet. Dein Pferd frisst gerne Bananen und würde am liebsten in einer Bananenplantage wohnen? Dann sind diese Leckerbissen wie für euch gemacht.

Bananen-Kleie Kugeln
Für eure Einkaufsliste benötigt ihr:
2-3 Bananen
1 Glas Apfelkompott
125g Kleie
125g geschroteter Leinsamen

Diese Zutaten erhaltet ihr alle im Supermarkt. Große Suchaktionen, wo diese Zutaten zu finden sind, könnt ihr euch also sparen.

Kostenpunkt: ca. 4€ für alle Zutaten – ergeben mehr als genügend Leckerliballen!

Zu Beginn legt ihr euch alle Zutaten griffbereit. Ihr braucht eine Waage, damit ihr abwiegen könnt, wie viel Inhalt ihr für die Kugeln braucht. Bei unserer Auswahl oben haben wir 6 große Bananen-Kugeln erhalten.

Mischt alle Zutaten und formt Kugeln, sollte es noch nicht klebrig genug sein, ergänzt löffelweise Apfelmus, bis die Kugeln schön haften. Dann ab in den Backofen bei um die 100 Grad Umluft für 20 bis 30 Minuten.

Bewertung Bananen-Kleie Kugeln

Okay, einmal reicht mir.

Harki, unser Größter, war nicht so begeistert von unserer Mischung. Er hat sie zwar aufgefressen, sich dann aber lieber abgewendet, als diese Leckerlis noch mal fressen zu müssen.

Wo finde ich noch mehr?

Sein Kumpel fand unsere Leckerlisorte Nummer 1 so lecker, das er fast alle auf einmal gefressen hätte. Zum Glück konnten wir noch einen kleinen Rest retten, damit Dubi auch noch etwas probieren konnte.

Gibt es noch eine andere Sorte?

Die Stute fraß diese Sorte ganz gut auf, aber völlig begeistert schien sie nicht gerade. Sie frisst lieber Möhren.

Bei dieser Sorte war also schnell klar, jeder hat einen anderen Geschmack.

Pferdeleckerlis selber backen: Möhren-Hirse-Kugeln

Unsere zweite Leckerlisorte sind Möhren-Hirse-Kugeln. Möhren mag jedes Pferd und wenn ihr diese als Bio-Variante kauft, schmeckt sie eurem Vierbeiner gleich noch viel besser.

Möhren-Hirse-Kugeln
Für eure Einkaufsliste benötigt ihr:
1 kg Möhren
100g Weizenkleie
100g Hirse
50g geschälte Sonnenblumenkerne
100g Traubenzucker
50g Früchtemüsli

Auch hier bekommt ihr alle Zutaten im Supermarkt und könnt diese bequem bei einem Einkauf mitnehmen.

Eure Vorgehensweise ist hier die gleiche, wie bei den oberen Leckerlis. Mischt die Zutaten nach und nach zusammen und formt Bälle daraus. So groß, das sie in den Ofen passen, aber auch nicht zu klein, sonst sind es keine richtigen Leckerlikugeln mehr.

Wenn ihr die Möhren-Hirse Mischung fertig für das Backblech geformt habt, müsst ihr diese 20 bis 30 Minuten bei 100 Grad backen.

Bewertung Möhren-Hirse Kugeln

Gibt es noch eine andere Sorte?

Wie bei jeder Fütterung fraß Harki alles auf und schaute uns mit großen Augen an. Hatte er die selbst gebackenen Kugeln überhaupt bemerkt?

Okay, einmal reicht mir.

Unser Wallach befand sich wohl gerade im Schlaffenster und nahm das Leckerli-Angebot nicht ganz wahr. Sein Fall war diese Sorte wirklich nicht.

Gibt es noch eine andere Sorte?

Möhren liebt Dubi am allermeisten, aber auch hier stach ihr Spürsinn heraus, die Möhren-Hirse war für sie nicht der Renner.

Pferdeleckerlis selber backen: Müslikugeln

Zum Schluss kommt das Beste: Müslikugeln. Diese Kugeln sind unsere Lieblinge. Es sind geschrotete Leinsamen enthalten, welche für dein Pferd sehr gesund sind.

Apfel-Müsli-Stange
Für eure Einkaufsliste benötigt ihr:
4 Möhren
3 Äpfel
50g geschroteter Leinsamen
100g Vollkornmehl
100g Traubenzucker
50g Früchtemüsli

Hier kannst du auch weniger Traubenzucker nehmen, ganz wie viel Zucker du wünscht. Gerade diese Kugeln schmecken uns Zweibeinern äußerst gut!

Doch damit dein Pferd genug bekommt, backe lieber zu viel!

Auch hier kannst du alle Zutaten zusammen mengen und daraus Kugeln formen. Anschließend auf einem Backblech bei 100 Grad für 20 bis 30 Minuten backen.

Bewertung Müslikugeln

Wo finde ich noch mehr?

Klarer Sieger, Harki möchte nur noch Müslikugeln. Ganz klar zeigte er seine vollste Begeisterung und hätte fast seinem Halbbruder alles weggefressen.

Gibt es noch eine andere Sorte?

Okay, Müsli mag Doon wirklich gerne, Äpfel sind auch ganz toll – dazu Möhren, zack, da waren die Leckerlis weg.

Gibt es noch eine andere Sorte?

Dieses Mal schien Dubi die Leckerlisorte recht gut zu finden, zumindest schleckte sie noch lange in der Futterschüssel herum. Ob es an den Äpfeln lag?

Welche Zutaten kann ich in meine Eigenkreation stecken?

Vielleicht möchtest du jetzt noch eigene Kreationen entwerfen? Das macht unglaublich Spaß und du wirst merken, dass dein Pferd die selbstgebackenen Leckerlis super gerne frisst.

Dabei ist es völlig egal, ob du eine Reitbeteiligung bist, Pferdebesitzer oder Schulunterricht in einem Reitstall nimmst.

In ein Pferdeleckerli kann alles, was weder giftig, noch zu zuckrig oder maximal ungesund für Pferde ist.

Das bedeutet, du kannst im Rahmen der herkömmlichen Leckerlis experimentieren. Schau dir sonst die Zutatenliste von verschiedenen Herstellern an.

Beachte jedoch die Menge, die du in ein Leckerli steckst – weniger ist mehr!

Wilde Kreationen könnten sonst unter Umständen dein Pferd in ernsthafte Gefahr bringen! Überlege für dich, wie viele Zutaten du in einem Leckerli haben möchtest. Sind 5-6 Zutaten in Ordnung oder schon zu viel?

Gras ist das Lieblingsfutter von Pferden – aber ein Leckerli schmeckt noch viel besser.

Was darf alles in das Leckerli?

In unsere Obst- und Gemüseliste kannst du nachschauen, welche Sorten Pferde fressen dürfen.

Giftige Pflanzen haben im Leckerli nix zu suchen. Solltest du im Wald nach bestimmten Blättern suchen, kann es hilfreich sein, diese lieber erst einmal im Laden zu kaufen.

Dann gehst du auf Nummer sicher, keine giftigen Pflanzen zu verfüttern.

Kräuter sind auch ein beliebtes Mitbringsel. Sie sind allerdings teuer und verlieren durch die weitere Verarbeitung ihre wertvolle Entfaltung.

Die Leckerlis aus dem Handel

Im Handel werden sämtliche Pferdeleckerlis angeboten. Die Sorten sind unbegrenzt und so manche Sorte soll sicherlich eher dem Pferdebesitzer das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, als das es für das Pferd sinnvoll erstellt wurde.

Ob die Zusätze bei einem Apfel-Glühwein Leckerli wirklich natürlich sind?

Die abenteuerlichsten Kreationen hast du bestimmt auch rund um die Feiertage entdeckt.

Trotzdem gibt es auch gute Mischungen auf dem Leckerlimarkt. Ein Blick auf die Zusammensetzung kann dir wertvolle Aufschlüsse über den Inhalt liefern, welchen du deinem Pferd füttern kannst.

Falls dir das Backen zu aufwendig ist, findest du 4 tolle Leckerlisorten bei Josera. Neben einer Variante mit Leinsamen, gibt es die Kräuterversion* sowie ein Leckerli mit Mineral-Vitaminen* und den Klassiker mit Apfel und Thymian*.

Pferdeleckerlis selbst gemacht – Fazit

Für deinen Liebling ist es etwas ganz Besonderes, wenn du dir die Mühe machst, die Leckerlis selber zu backen. Welches Gemüse oder Obst du verwendest, kommt ganz auf dein Pferd an. Vergiss nicht, nur gute Ware zu verwenden und ja bloß keine giftigen, für Pferde ungesunden Zutaten.

Neben unseren Leckerlisorten kannst du dich auch an einer Eigenkreation probieren.

Probiere es aus, deine Pferde werden sich freuen!