Isländer oder Deutsches Reitpony – welche Rasse ist besser?

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Diese zwei Ponyrassen gehören zu den beliebtesten in Deutschland. Beide haben ihre ganz besonderen Merkmale und sind, jeder für sich, einzigartig. Wir zeigen dir, welche Rasse besser zu dir passen könnte und geben dir alle wichtigen Infos zu typischem Charakter und Verhalten.

Welche Rasse ist besser – Isländer oder Deutsches Reitpony? Isländer sind wahre Allrounder und können für Anfänger als auch Fortgeschrittene die passenden Partner sein. Trittsicher und ausdauernd lieben Sie die Offenstallhaltung, aber auch lange Ausritte. Mit ihren fünf Gangarten sind sie eine absolute Seltenheit. Deutsche Reitponys sind ideal für den Ponyturniersport. Als verlässliche, edle Miniwarmblüter bringen sie alle Voraussetzungen dafür mit.

Der Isländer im Rasseportrait

Erstmal ist der Isländer kein Pony, sondern wird zu den Pferden gezählt. Ursprünge hat das Islandpferd in den Norwegern, die von den Wikingern per Boot nach Island kamen.

Diese Rasse ist eine der wenigen Reinzuchten. Seit ungefähr 1000 Jahren gibt es keine weiteren Kreuzungen mit anderen Rassen. Dennoch wurde bereits sehr früh eine Selektion betrieben, diese ab ca. 1879 durch die Stammzucht mit Skagafjödur mit Zuchtprogramm.

Ab ca. 1950 entwickelte sich der Isländer zu dem Allroundpferd in Deutschland. Es begannen die ersten Transporte und führten dazu, dass heute nirgendwo sonst so viele Isländer leben, wie bei uns in Deutschland.

Verlässt ein Islandpferd die Insel einmal, darf es nicht mehr zurückkehren. Damit wird die Reinzucht aufrechterhalten.

Isländer
Typisch ist für Isländer das robuste, kleine und starke Gebäude. Daher können sie auch Erwachsene tragen.

Beim Islandpferd wird in der Zucht seit jeher auf die 5 Gangarten wert gelegt. Der Isländer beherrscht neben den klassischen drei Gangarten Schritt, Trab und Galopp auch noch Tölt und Pass. Diese zwei Gangarten sind eine Besonderheit der Islandpferde.

Was macht den Isländer aus?

Durch die Isländer begann die Nachfrage nach Robusthaltung. Die in Island raues Wetter gewöhnten Pferde werden auch hier am liebsten im Offenstall im Herdenverband gehalten. Ein Schneesturm ist für sie zum Beispiel kein Problem.

Isländer gibt es in insgesamt 15 anerkannten Farbtypen. Damit haben die Isländer eine der größten Farbvariationen überhaupt.

Das echte Allround-Pferd, das für Anfänger und Fortgeschrittene, gleichzeitig Kinder und Erwachsene ein verlässliches Reitpferd sein kann. Isländer sind im Gelände trittsicher und können auf Turnieren mithalten.

Dieses robuste und kräftige Pferd besitzt viel Ausdauer und Schnelligkeit. Es passt sich an die reiterlichen Anforderungen gut an. Ein Pferd für die ganze Familie, könnte man fast sagen.

Ähnlich wie das Connemara-Pony ist der Isländer ein typisches, nordisches „Kleinpferd“. Dies schließt auch seine Leichtfuttrigkeit mit ein.

Das Deutsche Reitpony

Im Vergleich zum Isländer ist das deutsche Reitpony eine sehr junge Zucht. Ziel dieser Rasse war ein Turnierpony – ein Warmblut im Miniformat.

Deutsche Reitponys werden erst seit Mitte der 60er Jahre in Deutschland gezüchtet. Der Turnier- und vor allem der Ponyturniersport entwickelte sich zu immer größerer Popularität.

Vorbild der deutschen Züchter war das English Riding Pony, was ebenfalls an ein Miniwarmblut erinnert. Einflüsse auf das deutsche Reitpony hatten verschiedene Einkreuzungen:

  • Welsh-Ponys: Beeinflussten die Zucht auf den typischen Ponycharakter
  • Araber: Veredelte den Ponytyp und verbesserte das Exterieur
  • Vollblüter: Sorgten für den Warmblut anmutenden Rahmen sowie das gute Gangvermögen

Für jüngere Reiter sollte diese Rasse für die Anforderungen im Turniersport ausgelegt werden. Deutsche Reitponys sieht man heute auf sehr vielen Turnieren in der Mehrheit von Einstiegsprüfungen bis in die hohen Klassen im Ponysport.

Merkmale, Charakterzüge und Besonderheiten beim Deutschen Reitpony

Deutsche Reitponys besitzen gute Grundgangarten sowie ein für den Turniersport passendes Springvermögen. Dies macht sie zu den idealen Ponys für den Turniereinstieg.

Sie sind keine Gewichtsträger und werden daher vornehmlich von Kindern und Jugendlichen geritten. Leichte Erwachsene sind jedoch auch kein Problem, da diese meist gut abgedeckt werden können.

Viele jüngere Reiter beginnen ihre Turnierkarriere auf deutschen Reitponys, um später auf ein Warmblut umzusteigen. Durch die an kleine Reitpferde erinnernde Gebäude ist das Deutsche Reitpony mit einem Gebäude ausgestattet, dass auch Prüfungen in schwereren Klassen erlaubt. Viele durchlaufen gemeinsam mit ihrem Deutschen Reitpony von Beginn an die verschiedenen Schwierigkeitslevel.

Deutsche Reitponys bringen ein gutes Springvermögen mit. Viele Kinder und Jugendliche starten so in ihre Turnierkarriere.

Der Charakter eines deutschen Reitponys ist meist stark und energisch. Jedoch lassen sich deutsche Reitponys auch von Kindern und Anfängern gut händeln. Sie bringen genau das richtige Paket für den Turniersport mit.

Durch den gewünschten Umgang mit Kindern wurden die deutschen Reitponys auf ein umgängliches Wesen gezüchtet. Sie sollen von Kindern alleine gut gehändelt werden, können verlässlich und unerschrocken sein.

Welche Rasse eignet sich wofür?

Das deutsche Reitpony ist ganz klar für ambitionierte (junge) Reiter geeignet. Durch das edle Gebäude kann man mit dieser Rasse im Ponysport einiges erreichen.

Der Isländer ist ein Allround-Pferd für die ganze Familie. Er lebt gerne in Robusthaltung und ist auf langen Ausritten bis hin zu Trekkingstouren ein verlässlicher Partner.

Beide Rassen unterscheiden sich voneinander, wenn man die unterschiedlichen Geschichten der Zucht und der angestrebten Zuchtziele kennt.

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Unsere Übersicht schließt natürlich nicht aus, dass der Isländer auch ein tolles Turnierpferd abgeben und das Deutsche Reitpony ein Familienpony wird. Die Zuchtziele beider Rassen unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung voneinander.

Zusammenfassung – Isländer oder Deutsches Reitpony?

Isländer haben eine große Fangemeinde in Deutschland. Sie bestechen durch ihre Robustheit, Aufgeschlossenheit und Vielseitigkeit. Nicht umsonst leben in Deutschland so viele Isländer wie sonst nirgendwo.

Mit ihnen sind lange Trekkingtouren kein Problem. Zusätzlich bringen viele Isländer mindestens vier und einige auch fünf Gangarten mit: Schritt, Trab, Galopp, Pass und Tölt.

Als Gewichtsträger sind Erwachsene für einen Isländer kein Problem. Durch sein kräftiges Gebäude deckt er auch größere Reiter gut ab.

Im Gegensatz dazu ist das deutsche Reitpony ein Warmblut im Miniformat.

Ursprünglich für den Turniersport gezüchtet, sieht man heute alle Farben und viele erfolgreiche deutsche Reitponys auf Turnieren. Erst seit den 60er Jahren wird das deutsche Reitpony selektiert und durch verschiedene Einkreuzungen veredelt.

Kinder und Jugendliche sowie leichte Erwachsene können mit Ihnen in den Turniersport einsteigen. Der Umstieg auf ein Warmblut folgt dann meist mit höherem Alter.

Beide Rassen bieten ihre Vorteile und beide Rassen können ihr Zuchtziel erfüllen. Die Entscheidung zwischen edlem Turnierpony und dem robusten, liebenswerten Isis musst du jetzt jedoch für dich treffen.

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