Umstieg von Pony auf Großpferd

Viele Reiter haben irgendwann den Sprung vor sich: der Umstieg vom Pony aufs Großpferd. Wer aus dem Ponymaß rauswächst, muss sich nach größeren Pferden umsehen. Ob es dann bereits ein Großpferd wird oder nur ein aus dem Ponymaß gewachsenes Pferd, in beiden Fällen musst du dich umgewöhnen.

Wie gelingt der Umstieg vom Pony aufs Großpferd? Die Umgewöhnung dauert meist einige Wochen, bis du dich an dein Großpferd gewöhnt hast. Der Umgang mit einem wesentlich größeren Pferd ist nicht so handlich, ebenso sind die Gänge anders zu sitzen und benötigen Zeit zur Umstellung.

Die guten Nachrichten zuerst, die Umgewöhnung hat bis jetzt noch jeder geschafft und einige haben auch während der Umgewöhnung entdeckt, dass sie im Herzen immer Ponyreiter bleiben werden. Welche Erfahrungen du machen wirst und wie sich beide unterscheiden, wollen wir dir hier genauer erklären.

Ist der Umstieg vom Pony aufs Großpferd schwer?

Zunächst einmal die offensichtlichen Unterschiede, die dich bei einem Umstieg von Pony auf Großpferd erwarten.

  • Großpferde haben mehr Raumgriff und sind meist wesentlich schwungvoller, dass bedeutet, du sitzt anders und musst dich erst einmal umgewöhnen
  • Größere Tritte bringen ein anderes Gefühl in der Reitbahn: Du bist schneller außen rum und auch ein Zirkel wirkt viel kleiner, als auf deinem Pony
  • Dein Pferd wirkt aufgrund seiner Größe viel respekteinflößender, in der neuen Höhe kann dir am Anfang etwas mulmig werden
  • Das Tempo im Sattel ist höher und verleitet zu ständigem Bremsen. Unser Tipp: Regelmäßiger Reitunterricht gibt dir ein besseres Gefühl für dein neues Arbeitstempo.

Viele dieser Punkte beziehen sich auf die neue Größe, die dein Pferd hat. Ein logischer nächster Schritt sind damit die schnellere Gangart und ein wesentlich längeres Pferd.

Um herauszufinden, wie dir die Umgewöhnung gelingen könnte, macht es Sinn, eine Reitbeteiligung oder in der Reitschule mal ein Großpferd zu reiten. So merkst du schnell, wie dein erster Eindruck ist und ob du dich mit dem Gedanken Großpferd angewöhnen könntest.

Bei der Umstellung geht es nicht nur um ein neues Reitgefühl, auch im Umgang musst du dich neu orientieren.

Ein Großpferd zu führen, dass sich erschreckt, ist etwas ganz anderes, als wenn das dein 1,30m Pony macht. Damit klar zu kommen und entsprechend zu reagieren, muss auch gelernt werden.

Der tägliche Umgang schließt auch Putzen, Führen, Aufsatteln, Auftrensen und auch das Aufsitzen mit ein. Diese Tätigkeiten solltest du einmal durchführen, bevor du dich wirklich zu 100% entscheidest, ein Großpferd zu kaufen.

Offensichtlich ist der neue Umgang: Ein Großpferd ist nicht so handlich wie ein Pony.

Du musst für dich im Kopf einen neuen Wendekreis fürs Pferd anlegen. Dein Pferd kann sich wahrscheinlich nicht mehr auf der Stallgasse ohne Probleme umdrehen.

Was Pferden auch nachgesagt wird, ist, dass sie etwas ruhiger und einfacher im Umgang seien als Ponys. Der bekannte Ponydickkopf ist mit einem Großpferd nicht mehr dein größtes Problem. Viele Pferdereiter müssen nicht ständig mit ihrem Vierbeiner diskutieren, wie man das mit Ponys gerne macht. Auch hier kann es natürlich Ausnahmen geben.

Ein Großpferd hat neben der Größe noch viele andere Merkmale, die sich zu einem Pony unterscheiden.

So lange dauert die Umgewöhnung

Wenn du jahrelang Ponys geritten bist, wirst du etwas länger brauchen, um dich an ein Großpferd zu gewöhnen. Gerade das kleinere Pony ist anders in der Handhabung: Du kannst entspannt von unten Trensen und mit deinem eigenen Körpergewicht auch etwas aussetzen, sollte dein Pony einfach stehen bleiben.

Die meisten Reiter gewöhnen sich an ihr neues Großpferd innerhalb weniger Wochen.

Vor allem die neue Größe deines Pferdes bereitet vielen am Anfang Probleme. Du gehst mit einem erheblich größeren Tier um und im Sattel fällt man tiefer, wenn es mal schief geht. Dies ist allerdings nur am Anfang ein Problem und eine ganz normale Umgewöhnung.

Pferde benötigen keine stärkeren oder kräftigeren Hilfen, sie sind genauso sensibel und feinfühlig wie Ponys.

Ideal ist es, wenn dein Reitlehrer am Anfang bei der Umstellung hilft: Viele reiten einfach viel zu langsam, weil sie noch an das Ponytempo gewöhnt sind. Bei einem Großpferd ist das gefühlt schnelle Reiten oft noch nicht das Arbeitstempo.

Die Umstellung aufs Großpferd beinhaltet auch die Umstellung im Sattel auf ein schnelleres Tempo. Dies schließt meist mehr Schwung und Raumgriff mit ein, den du lernen musst zu sitzen.

Was ist, wenn mir Ponys doch besser gefallen?

Viele Umsteiger auf Großpferde merken noch während der Umstellung, dass sie sich mit Ponys doch wohler fühlen. Solltest du also keine 1,90m groß sein, ist dies kein Beinbruch. Vielleicht versuchst du es mal mit kleinen Pferden, die um die 1,50m groß sind?

Wage die Umstellung nicht, weil das in Mode ist oder ab einem gewissen Alter Ponys als uncool gelten. Wichtig ist nur, dass du dich im Sattel wohl und sicher fühlst!

Ponys sind heute auch für Erwachsene möglich, wir kennen viele Hafi und Isireiter, die sehr glücklich damit sind. Gerade die Isländer sind aufgrund ihres Gebäudes auch für größere Reiter gut geeignet.

Zusammenfassung: Die Umstellung von Pony auf Großpferd

Zu Anfang ist ein Großpferd so ganz anders als ein Pony: Mehr Schwung, größere Galoppade und der Kopf ist einfach immer so weit oben beim Trensen. Mach dir also keine Sorgen, die Umstellung ist für alle Reiter nicht einfach.

Versuche den Umstieg zunächst in einer Reitschule, damit du einen ersten Eindruck für ein Großpferd bekommst. Viele, die lange Zeit nur Ponys geritten sind, merken schnell, ob es überhaupt ein Großpferd sein muss oder ob es auch immer ein Pony bleiben kann.

Bist du noch unsicher, ob du beim Umstieg auch den Sprung zum eigenen Pferd hin wagst? Wir haben ganz viele Artikel zu genau diesem Thema. Sieh dich doch auch mal hier um:

Wesentlicher Unterschied vom Pony zum Großpferd sind nur die längeren Beine, die viel ausmachen. Mehr Raumgriff, größere Schritte und eine beeindruckende Galoppade müssen im Sattel neu ausbalanciert werden. Dies klappt im Reitunterricht am besten. Vor allem das neue, schnelle Arbeitstempo wird so nicht zu langsam geritten.

Zusammengefasst bleiben Pferd und Pony immer noch die gleiche Tierart.

Beide kennen die gleichen Hilfen und bewegen sich auf die gleiche Art fort. Lediglich ihre Größe wird dich im ersten Moment irritieren, daran gewöhnt man sich jedoch innerhalb einiger Wochen.

Die Umstellung eröffnet dir auch ganz neue Welten, zum Beispiel sind Turniere in höheren Klassen möglich. Wer im Springen mehr erreichen möchte, wird dies mit einem Großpferd tun können.

Für welche Größe du dich auch entscheidest: Du solltest immer das Pferd oder Pony nehmen, mit dem du dich am wohlsten fühlst.