Abnehmen durch Reiten – Kalorienverbrauch, Muskelaufbau, Gesundheit

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Von außen siehst du nur einen Reiter, der auf dem Pferd sitzt und sich tragen lässt. So anstrengend kann das also nicht sein, glauben viele und irren sich gewaltig. Alles rund ums Pferd ist ein Fitnesstudio und besser als Cardio oder HIIT-Training und das auch noch ganz nebenbei.

Mit diversen Vorurteilen wollen wir hier aufräumen und zeigen dir, welche Muskelgruppen du beim Reiten und rund ums Pferd bei anfallenden Arbeiten benutzt. Du suchst jetzt bestimmt die genauen Angaben, wie viele Kalorien du verbrennen wirst, die gibt es aber erst später. Denn: Reiten ist ein Ganzkörper-Training, bei dem das Abnehmen nebenbei erfolgt!

Diese Muskulatur nutzt du beim Reiten

Wir kennen nur sehr, sehr wenige übergewichtige Reiter, denn alles rund ums Pferd ist körperlich anstrengend. Die Reitstunde an sich ist nur die Spitze vom Eisberg, denn vorher will gemistet, geputzt, gesattelt und getrenst werden und das an sich ist schon Sport.

Beim Ausmisten schiebst du eine schwere Karre mit Pferdemist herum, füllst frisches Stroh nach und hebst alles mit einer Mistgabel mit deiner eigenen Kraft in die Box. Da kommt man wirklich ins Schwitzen. Danach musst du Putztasche gefüllt mit verschiedensten Bürsten, die Trense und den Sattel zum Putzplatz tragen. Bis jetzt hast du schon ein Ganzkörperworkout gemacht: Oberarme (beim Misten), Oberschenkel (beim Karre schieben), Bauch- und Rückenmuskeln (beim Einstreuen).

Pferdehaltung macht viel Arbeit, bei der du ganz unbemerkt Sport machst.

Auch beim Putzen trainierst du unbemerkt deinen ganzen Körper. Du streichst in kreisenden Bewegungen dein Pferd ab (hallo Oberarme und Bauch), danach kratzt du die Hufe aus (Rücken, Oberschenkel), bandagierst (Beine und ein bisschen Oberarme), sattelst auf (Arme, Rücken und Bauch) und bist schon aufgewärmt fürs Reiten.

In der Reitstunde selbst nutzt du auf dem Pferd meistens die folgenden Muskelgruppen:

  • Bauch- und Rückenmuskeln (besonders im Aussitzen im Trab) – geben Stabilität
  • Bein- und Pomuskulatur (leichter Sitz, immer beim Leichttraben, beim Springen) – heben dich aus dem Sattel
  • Armmuskulatur – minimaler aber beständiger Kraftaufwand zum Halten der Zügel und um Zügelhilfen zu geben

Nicht wenige Zuschauer wundern sich, dass besonders nach anstrengenden Reitstunden die Reiter sogar verschwitzt vom Pferd steigen. Vielleicht hast du das auch schon mal auf Turnieren gesehen? Wir kennen es nur zu gut, besonders im Winter muss man irgendwann doch die dicke Daunenjacke ausziehen.

Vielleicht willst du hier weiterlesen, um mehr über das Reiten und den Pferdesport zu erfahren: Reitstunde Ablauf – von Anfänger bis Fortgeschrittenem.

Wie verändert Reiten den Körper?

Wer nach der allerersten Reitstunde vom Pferd steigt, der merkt seine O-Beine. Denn genau dort hast du keine Muskeln, wenn du nicht regelmäßig auf dem Pferd sitzt. Besonders die gesamte Beinmuskulatur, sowie die Bauch- und Rückenmuskulatur werden beansprucht. Nachdem die O-Beine verschwunden sind, wirst du sicherlich einige Zeit Muskelkater im Bauch haben.

Ohne Gleichgewicht und Körpergefühl ist Reiten sehr schwierig, du fällst nach vorne oder nach hinten und bist nicht im Schwerpunkt. Reiten ist daher die beste Schulung fürs Körpergefühl. Aus diesem Grund ist die Therapie mit Pferden so erfolgreich, man spürt sich und den Vierbeiner und erlangt Kontrolle über seinen Körper. Außerdem ist Reiten besonders für Menschen mit Rückenproblemen gut geeignet. Entgegen der Auffassung, dass man sich schonen sollte, verbessert Reiten die Beweglichkeit auf natürliche Weise. Nur eines von vielen Gründen, warum Reiten Spaß macht: Reiten: Vor- und Nachteile.

Nur mit dem Reiten ist es noch nicht fertig: das tolle am Reitsport ist das kostenlose drumherum. Du mistest, fütterst, schleppst und schiebst Dinge durch die Gegend und machst nebenbei Sport. Dass es Sport ist, merkst du nur nebenbei.

Die nicht offensichtlichen Änderungen sind daher:

  • Verbessertes Körpergefühl
  • besseres Gleichgewicht
  • bessere, gerade Haltung
  • bessere Beweglichkeit
  • gesteigerte Ausdauer und Kondition

Diese geben dir im Alltag ein gutes Gefühl, sind aber nicht unbedingt sichtbar. Da du aus dem vorherigen Absatz weißt, welche Muskeln besonders beansprucht sind, siehst du bei dir nach regelmäßigem Reiten besonders folgendes:

  • Definierte Beine, insbesondere Oberschenkel und Waden (diese sind beim Reiten ständig aktiv, z.B. beim Leichttraben oder im leichten Sitz und beim Springen)
  • Gut trainierte Pomuskeln, denn diese hängen an den Beinmuskeln, die immer in Bewegung sind
  • Bauch- und Rückenmuskeln werden gefestigt
  • Durch Arbeiten rund ums Pferd (misten, fegen, Dinge herumtragen): stärkere Oberarme

Durchs Reiten wirst du keine extremen Muskelberge bekommen, dir wird also niemandem ansehen können, dass die definierten Arme, Bauch und Beine vom Pferdesport kommen. Was viel besser ist: durchs Reiten werden deine Muskeln definierter, es ist mehr Cardio- also Krafttraining.

Durchs Reiten erfährst du ein Ganzkörpertraining und der positive Nebeneffekt ist, dass der Umgang mit Pferden dich mental stärker macht und gleichzeitig alle Muskelgruppen beansprucht. Zusätzlich trainiert der Umgang mit dem Pferd dein Verantwortungs- und Mitgefühl. Ebenfalls wird immer wieder berichtet, dass der Reitsport selbstbewusster macht. Die Intensität kannst du selbst steigern, ein gemütlicher Ausritt bringt dich nicht so sehr ins Schwitzen wie eine Stunde Springunterricht und viel Galopp.

Bevor wir hier jetzt zu sehr ins Schwärmen kommen, ein Tipp für einen unserer Artikel: 8 Gründe für ein eigenes Pferd.

Durchs Reiten Abnehmen – reiten mit Übergewicht

Schleppst du ein paar Extrapfunde mit dir herum, ist die Belastung auf deinen Körper beim Reiten natürlich größer. Mit Übergewicht treten bei normalen Tätigkeiten im Alltag bereits Verschleißerscheinungen auf und die Gelenke machen sich bemerkbar. Ob du daher Reiten als Sport deiner Wahl zum Abnehmen aussuchst, solltest du mit einem Arzt besprechen.

wenn du nicht nur reiten willst, kannst du auch mit den Arbeiten rund ums Pferd abnehmen. Auch dein Pferd freut sich über diese Abwechslung. Sieh dir mal diese Liste mit Inspirationen an: Abwechslung fürs Pferd.

Möglich wäre hier, mit leichten Stallarbeiten anzufangen, zum Beispiel nur zu Putzen und danach Schritt zu reiten. Kurze Trabpassagen und wenig Galopp sind für den Anfang ausreichend, bevor du das Training so steigerst, dass du dich immer noch wohlfühlst.

Auch bei einem gemütlichen Schrittausritt verbrennst du Kalorien, natürlich nicht so viele wie bei einer anstrengenden Reitstunde.

Neben deinem körperlichen Aspekt ist das Trageverhalten von Pferden mit einzubeziehen. Der Rücken eines Pferdes ist von Natur her nicht dazu gemacht, Gewicht zu tragen. Nur mit der richtigen Vorbereitung und Training kann gesundes Reiten ermöglicht werden. Reiter mit vielen Kilos können schwach bemuskelten und zierlichen Pferderücken schaden, dennoch sind vermeintlich stark aussehende Pferde nicht automatisch Gewichtsträger. Ob du mit deinem momentanen Gewicht das ausgewählte Pferd reiten kannst, sollte ein erfahrener Pferdemensch, im Idealfall sogar der Reitlehrer, beurteilen können.

Du reitest noch nicht oder fängst gerade an? Dann werden dir diese Artikel weiterhelfen:

Wie viele Kalorien verbraucht man beim Reiten?

Die im Netz kursierenden Angaben zu den Kalorienverbräuchen kannst du nur als Anhaltspunkt nutzen. Es kommt auf dein Gewicht, deine Größe, dein Alter, die Intensität und die Dauer an. Vielleicht verbrennst du also sogar noch viel mehr, als du glaubst. Selbst ausrechnen kannst du es zum Beispiel mit diesem Rechner hier.

Als Durchschnitt wird angenommen (Durchschnittfrau mit 1,70m, 65 kg, 40 Jahre) jeweils für eine Stunde

  • Pferd putzen, satteln, trensen 197 kcal
  • Longieren 84 kcal
  • Schritt 140 kcal
  • Traben 366 kcal
  • Galopp 140 kcal
  • Mischwert Reiten allgemein 225 kcal
  • Dressurreiten 310 kcal
  • Springreiten 290 kcal
  • Schrittausritt 150 kcal

Am genauesten ermittelst du deinen persönlichen Kalorienverbrauch natürlich alleine zum Beispiel mit deiner Smartwatch. Für Tätigkeiten, bei denen Mischungen der oben genannten Werte erforderlich sind, müsstest du sonst rechnen und hast keine genauen Angaben für deine Person. Im Vergleich mit anderen Sportarten siehst du, dass Reiten als Sport durchgeht und mindestens genauso effektiv ist. Plus die vielen tollen Vorteile, die andere Sportarten nicht bieten, wie beispielweise der therapeutische Effekt.

  • Joggen 394 kcal
  • Schwimmen 337 kcal
  • Fahrradfahren 337 kcal
  • Yoga 140 kcal
  • Tanzen 253 kcal

Zum Abschluss ist das Abnehmen mit Pferden auch durch einen wesentlichen Punkt bestimmt: es muss mehr Energie verbraucht als zugeführt werden. Da bildet der Sport Reiten keine Ausnahme. Auch wenn unsere Vierbeiner abspecken, müssen sie mehr Energie verbrauchen und müssen sich mehr Bewegen.

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