Tipps für glänzendes Pferdefell

Du möchtest, dass dein Pferd besser aussieht, richtig glänzt und wunderhübsch ist? Da zählt ein glänzendes Fell absolut dazu. Glänzt das Fell nicht, hat dies meist gesundheitliche Gründe, die du beheben musst. Wir zeigen dir, was du tun kannst und welche Gründe es für stumpfes Fell gibt.

Wie bekommt mein Pferd ein glänzendes Fell?

Ein glänzendes Pferdefell kommt von innen: Gesunde Pferde sind mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt und haben ein natürlich glattes, glänzendes Fell. Ist das Fell stumpf, deutet dies immer auf gesundheitliche Probleme und eine falsche Ernährung bis hin zur Unterversorgung von einzelnen Nährstoffen hin.

Mögliche Probleme mit dem Fell, die ein schönes Glänzen verhindern

Gesundheitliche Probleme treten fast immer in Zusammenhang mit einem stumpfen und strohig wirkenden Fell auf. Zusätzlich deutet ein geschwächtes Immunsystem auf einen Mangel an Nährstoffen hin, da das Pferd die Krankheit nicht alleine bekämpfen konnte.

Im Idealfall überprüft ein Tierarzt mittels Blutanalyse die Nährstoffversorgung und kann so passgenaue Angaben machen, welche Nährstoffe fehlen.

Einige typische Krankheiten und auftretende Probleme im Zusammenhang mit dem Fell, wollen wir dir im Folgenden nennen.

Haarlinge sind Parasiten, die im Pferdefell und besonders gerne in der Mähne leben und sich dort von den Schuppen ernähren.

Die kleinen Krabbeltiere sind im ausgewachsenen Zustand mit bloßem Auge zu erkennen und vermehren sich sehr schnell.

Hat dein Pferd erst mal Haarlinge, wird sein Fell kahle, schuppige und sogar entzündete Stellen von den Haarlingen bekommen können – ein glänzendes Fell ist dann nicht mehr möglich. Die Behandlung erfolgt mit speziellen Shampoos, die die Haarlinge abtöten können.

Milben sind wie Haarlinge Parasiten, die Pferde befallen. Sie können bei einem großen Befall zur Hautkrankheit Räude führen, bei der die Haut durch das starke Jucken Krusten bilden kann.

Dem Befall mit Parasiten kann durch gute Stallhygiene, regelmäßige Pferdepflege und ein optimal ernährtes Pferd, das mit allen benötigten Nährstoffen versorgt wird, vorgebeugt werden.

Schuppen im Fell, im Schweif oder der Mähne sind immer ein Zeichen für ein Ungleichgewicht: Entweder die Haut ist zu trocken, zu fettig oder in einigen Fällen sogar beides gleichzeitig an unterschiedlichen Stellen.

Schuppen führen zu Juckreiz und der zu einem schubbernden Vierbeiner, der sich sein Fell wegrubbelt.

So hat Glanz keine Chance, denn die Haare werden aufgeraut und können das Licht nicht mehr reflektieren.

Um den Juckreiz durch sich lösende Schuppen zu lindern, bieten sich Öle an, die einen beruhigenden Film über die Haut legen. Dafür eignet sich zum Beispiel Ballistol Animal Pflegeöl*.

Was füttern für ein glänzendes Fell?

Das Zusammenspiel der verschiedenen Nährstoffe ist komplex und sollte nicht durch einen großen Mangel oder eine Überversorgung durcheinander gebracht werden.

Solltest du also den Verdacht haben, dass das Fell deines Pferdes aufgrund einer Mangelernährung stumpf ist, wäre eine Blutanalyse durch einen Tierarzt das einzige Mittel, um mit Genauigkeit sagen zu können, was fehlt.

Wir zählen hier die typischen Futtermittel auf, die ganz allgemein für ein glänzendes Fell sorgen. Welche Menge du füttern musst, liegt an der individuellen Nährstoffversorgung deines Pferdes.

Leinöl

Pflanzliche Öle enthalten sehr viel ungesättigte Fettsäuren, die für unsere Pferde essenziell sind. Zusätzlich liefert Öl aufgrund seines hohen Fettgehaltes dem Pferd Energie.

Dennoch raten wir von der Fütterung von Öl ab: Dieses kann vom Pferd nicht so gut verstoffwechselt werden, wie ungesättigte Fettsäuren in Ölsaaten. Dies sind zum Beispiel Sonnenblumenkerne oder Leinsamen.

Solltest du doch überlegen, dich nach Leinöl umzusehen, dann wähle nur eine gute Qualität. Du findest zum Beispiel bei St. Hippolyt ein Leinöl* zum Kauf.

Ungesättigte Fettsäuren nehmen Pferde bereits über ihr Getreide und über Heu auf, denn in beidem stecken auch Fette drin, die ein Pferd braucht.

Öle werden über die Haut wieder ausgeschieden, was zu einem glänzenden Fell führt, für das Pferd ernährungsphysiologisch jedoch nicht notwendig ist.

Wähle lieber eine andere Variante, zum Beispiel indem du Leinsamen fütterst.

Leinsamen – wie viel Leinsamen für ein glänzendes Fell füttern?

Die ungesättigten Fettsäuren sind im Leinsamen in einer für das Pferd verdaulichen Form vorhanden. Anders als beim Leinöl, kann das Pferd Leinsamen besser verstoffwechseln.

Problematisch ist, dass die sehr kleinen Körner von vielen Pferden fast ungekaut heruntergeschluckt werden. Unser Tipp: Durch das Quellen von Leinsamen oder frisches Schroten können Pferde diese besser Kauen und dann auch besser Verdauen.

Geschroteter Leinsamen hat leider einen entscheidenden Nachteil, da Fettsäuren an der Luft immer sehr schnell ranzig werden.

Kaufst du geschroteten Leinsamen, können die Fettsäuren bereits ranzig geworden sein. In diesem Fall reagieren einige Pferde sehr empfindlich auf die bereits ranzigen Ölsäuren.

Leinsamen können täglich mit ungefähr 100 Gramm an Pferde und mit bis zu 50 Gramm an Fohlen verfüttert werden.

Bevor du jetzt ewig lange suchst, um doch Leinsamen zu finden, kannst du diesen für Pferde fertig kaufen. Im 3kg Eimer bekommst du zum Beispiel LinuStar*.

Benötigte Mineralstoffe: Zink, Selen, Vitamin E, Kupfer und Biotin

Bei einem Zinkmangel treten oftmals Störungen des Fells, der Mähne und auch der Hufe auf.

Auch ein Selenmangel wird oft (bei unserem Pferd auch) diagnostiziert. Bereits erwiesen wurde jedoch, dass Selen an Entgiftungsreaktionen Funktionen erfüllt und deshalb eine geringe Versorgung nicht zwangsläufig mit einem Mangel gleich gestellt werden muss.

Bereits 2mg Selen / kg Futtermischung können eine Überdosierung mit möglicher Vergiftung nach sich ziehen. Besprich die Selengabe daher in jedem Fall mit einem Tierarzt.

An einer gesunden Haut und damit auch gesundem Fell beteiligt sind Vitamin E, Kupfer und Biotin.

Alle Stoffen gehen Wechselwirkungen mit anderen Mineralstoffen ein und sind an den unterschiedlichsten Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Unser Geheimtipp: Spezielle Hautkräuter in fertiger Mischung füttern

Unsere drei Pferde kriegen bei jeglichen Wehwechen Kräutermischungen und wir müssen sagen, es wirkt wahre Wunder, wenn man auf natürliche Stoffe zurückgreift.

Besonders unser großer Harki hat eine empfindliche Haut, eine rosa Nase (hallo Sonnenbrand) und schnell Juckreiz, sodass er sich schubbert. Alle Mittelchen und Tinkturen, Leinsamen und sonstiges Mineralfutter halfen ihm immer nur bedingt. Den wirklichen Durchbruch brachte erst eine Kräutermischung speziell für Fellprobleme.

Bergsiegel vertreibt zum Beispiel fertig gemischte Kräutermischungen. In Frage kommen da zum Beispiel die Kräutermischung für den Stoffwechsel* oder die Mischung für gestresste Haut.

Ja, wir fanden diese Kräutergeschichte auch am Anfang nicht ganz glaubwürdig, wurden aber eines besseren belehrt. Beachte, dass Kräuter dopingrelevant sind, setze sie vor einem Turnier ausreichend früh ab und informiere dich.

Unsere beiden Männer lieben ihre Kräuter und ihre Mähnen wachsen dadurch etwas zu gut, Doonie sieht schon ganz verwegen aus.

Bei der Fütterung die Gesamtration im Auge behalten

Fütterst du verschiedene Bestandteile zu, solltest du die Gesamtration und ihre Energiegehalte nicht vergessen.

Schnell füttert man zu viel energiereiches Futter, welche das Pferd nicht brauchen kann.

Vor allem im Sommer und im Winter kann das Pferd während des Fellwechsels einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen haben. Fütterst du diese gezielt zu, solltest du durch eine Anpassung nach dem Fellwechsel eine Überdosierung vermeiden.

Mineralfutter für mehr, als ein glänzendes Pferdefell

Alternativ kannst du auch überlegen, auf ein gutes Mineralfutter umzusteigen. Hierbei solltest du alle wichtigen Nährstoffe abdecken.

Das ist auf Dauer einfacher, als von jeder Zutat ein Messlöffel in das Futter zu geben. Dein Pferd benötigt neben den Mineralstoffen für Haut und Haare auch welche für ein intaktes Immunsystem.

Gerade der Unterschied zwischen Jungpferd und Senior zeigt schon einen großen Unterschied auf, das jedes Pferd einen anderen Mineralienhaushalt hat.

Ein gutes Mineralfutter enthält kein oder kaum Zucker. Wobei wir auch schon feststellen mussten, dass ohne Zucker du kaum ein Futter in dein Pferd kriegst.

Steht dein Pferd nur auf der Weide, benötigt ihr eine andere Zusammensetzung, als ein Pferd im Hochleistungssport.

So sind auf dem riesigen Mineralfuttermarkt mittlerweile auch Futterbricks in Getreide- und Zuckerfreier* Zusammensetzung erhältlich.

Pflegeprodukte für ein glänzendes Fell

Ein Großteil der Fellpflege kommt von innen, dennoch kannst du mit den richtigen Produkten auch von außen für ein gepflegtes und glänzendes Pferdefell sorgen.

Im Handel sind verschiedene Sprays erhältlich, die sich meist mit einem Film auf das Fell legen, um eine glatte und glänzende Oberfläche auf den einzelnen Haaren zu schaffen.

Dadurch reflektieren sie das Licht und erscheinen für dich glänzend.

Wir haben von Effol schon oft das SuperStar-Shine* benutzt. Es lässt sich aufsprühen und bewirkt eine gute Kämmbarkeit von Schweif und Mähne.

Auf dem Fell benutzt, erhält das Fell einen schönen Glanz. Da das Spray dermatologisch getestet wurde, kannst du es auch bei empfindlichen Pferden gut anwenden.

Möchtest du auf möglichst natürliche Produkte zurückgreifen, die keine Silikone oder andere Synthetische Stoffe enthalten, gibt es die Marke Wildcare für die Fellpflege. Unter den verschiedenen Produkten gibt es ein Shampoo fürs Fell – das eignet sich besonders im Sommer gut, wenn man das Pferd waschen möchte.

Durch die natürlichen Inhaltsstoffe trocknest du die Haut deines Pferdes nicht aus, das Fell wird jedoch weich und glänzt danach sehr angenehm.

Glänzendes Fell – worauf es ankommt

Das Thema Fell muss von zwei Seiten angegangen werden: Zum einen aus dem Inneren des Pferdes. Nur eine ausreichende Versorgung und Bereitstellung aller benötigten Nährstoffe über die Fütterung führen zu einem schön glänzenden Fell.

Die andere Seite ist die äußere Komponente: Regelmäßige Pferdepflege und Kontrolle auf mögliche Parasiten wie Haarlinge und Milben hilft dem Glanz ebenfalls.

Beachtest du beide Komponenten, hilft dies deinem Pferd nicht nur in der schwierigen Zeit des Fellwechsels, sondern ebenfalls in allen anderen Jahreszeiten.