pferd friert

Pferd friert im Regen – woher kommt das und was kann ich tun?

Wenn dein Pferd im Regen friert, liegt dies oft an einer ausgekühlten Haut. Wir zeigen dir, woran du das Frieren erkennst und woher es genau kommt.

Gesunde Pferde sollten bei Wind und Wetter draußen stehen können und dies auch im Regen ohne Probleme. Wenn dein Pferd doch im Regen friert, bist du damit nicht alleine, auch unser erstes Pferd hat sehr schnell gefroren.

Frieren bei Pferden – welche Anzeichen gibt es?

Ein reelles Anzeichen, dass dein Pferd friert, ist das Zittern. Durch die hohe Muskelanspannung versucht dein Pferd, die Körpertemperatur zu erhöhen.

Ein anhaltendes, sich über Minuten hinziehendes Zittern ist ein eindeutiges Zeichen für eine frierendes Pferd.

Pferd friert – Regendecke oder lieber nicht?

Das Fell eines gesunden Pferdes besitzt durch seinen Talg eine wasserabweisende Funktion. Normalerweise schützt diese Schicht vor Nässe und hält so die Haut unter dem Fell trocken.

Sollte es stark regnen, dann kann das Wasser die Haare platt drücken. Dies behindert dann das Aufstellen des Felles, was eigentlich vor Kälte schützen soll.

Wird die Haut dann erst mal nass, wird dem Pferd kalt, da sein Schutzmantel aus Fell seine Funktion verliert.

Vielleicht hast du schon oft gesehen, dass Pferde bei Regen mit der Hinterhand in den Regen hineingedreht stehen. Dies schützt ebenfalls vor dem Auskühlen. So wird nur der kleinste Teil des Körpers nass, sodass die anderen Stellen weiterhin Ihre Funktion des Wärmens behalten.

Eine Regendecke kann daher eine Lösung sein, solange du sie nur verwendest, um dein Pferd wirklich vor starken Regenschauern zu schützen. Dreht das Wetter und die Temperaturen klettern wieder nach oben, kann sich eine Regendecke bei Sonnenschein schnell aufheizen.

Unser erstes Pferd Noni war ein typisches Regen-frier-Pferd. Trotz aller Erklärungen, wie das Fell eines Pferdes bei Regen funktioniert, zitterte er im Regen schneller als alle anderen.

  • Auf der einen Seite können Pferde sich warmzittern, da ein höherer Muskeltonus mehr Wärme produziert.
  • Auf der anderen Seite ist es gerade die nasse Kälte, die Pferden mehr zu schaffen macht, als eine trockene Kälte.

Sobald die Haut wirklich nass ist, kühlt das Pferd schnell aus.

Beobachte dein Pferd daher auf der Wiese und gehe auf seine persönlichen Eigenheiten ein. Für unser Pferd war eine Regendecke die richtige Wahl.

Unser ganz persönlicher Favorit, sind die Regendecken von Horseware. Als leichte Regendecke mit 1200 Denier* hält sie auch die Spielereien und vor allem diverse Zähne der Pferdekumpels aus.

Eine Regendecke, die dein Pferd trocken hält und so das Frieren verhindert, sollte auf jeden Fall ziemlich wasserdicht sein. Ein weiteres Modell wäre zum Beispiel das Modell Lovesun*. Dieses besitzt auf jeder Seite eine Gehfalte und bietet deinem Pferd eine größere Bewegungsfreiheit.

Hier musst du allerdings gucken, ob dein Pferd diesen Schnitt mag und nicht dadurch Scheuerstellen entwickelt.

Vielleicht glaubst du auch, dein Pferd muss sich noch an die neue Umgebung gewöhnen, seit ihr von der Box in den Offenstall gezogen seit?

Ab wann du dein Pferd eindecken solltest

Das Thema Decke oder keine Decke wird in der Pferdewelt heiß diskutiert. Unstrittig ist, dass eine Decke die Thermoregulation des Pferdes behindert. Sobald die Decke auf deinem Pferd liegt, kann es sein Fell nicht mehr aufstellen, wenn es zu kalt wird. Dieser Mechanismus dient dazu, die Körpertemperatur zu halten.

Das richtige Eindecken sollte differenziert betrachtet werden: je nach Rasse, Haltungsform und Training kann eine Decke sinnvoll sein oder auch überflüssig.

Fünf interessante Fakten zur Thermoregulierung bei Pferden findest du in diesem Artikel bei Cavallo. Zum Beispiel, dass Pferde sich zwischen 5 und 15 Grad am wohlsten fühlen und daher nicht so schnell anfangen zu frieren wie wir Menschen.

pferd friert
Zwischen 5 und 15 Grad fühlen sich Pferde sehr wohl. Für dich sieht das ungemütlich aus, aber Pferde sind nun mal keine Menschen.

Bei Kälte verringert sich die Durchblutung der Haut. Deshalb wird das Fell deines Pferdes spürbar kalt. Dies sorgt dafür, dass zum Beispiel Schnee auf dem Fell deines Pferdes liegen bleiben kann. Mit dieser Isolation des Felles bleibt die Körperwärme am Pferd und geht nicht verloren.

Wichtig zu wissen: Pferde können auch an den Beinen oder am Hals frieren! Friert dein Pferd dort, versucht es die Körpertemperatur zu erhöhen. Trägt es dann eine Decke, wird es schnell zu warm. Die Temperaturregulation funktioniert nicht mehr.

Kranke, sehr dünne und auch alte Pferde können von einer Decke profitieren. Ihr Körper muss bereits mit anderen Problemen umgehen, sodass das Frieren zusätzliche Probleme machen könnte.

Ab wann sollte man also eindecken? Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten: beachte die Rasse, mögliches Zittern, die Haltungsform, ob dein Pferd geschoren ist sowie dein Trainingsziel.

Pferde eindecken fürs Training

Anders sieht die Lage aus, wenn du von deinem Pferd Leistungen im Training verlangst. Ein frierendes Pferd erhöht seinen Muskeltonus und versucht darüber Wärme zu generieren.

Holst du dein Pferd in diesem Zustand von der Weide oder aus der Box, dann brauchst du länger, um ein wirklich warmes, lockeres Pferd zu haben.

Hier kann es bis zu 45 Minuten dauern, bevor dein Pferd gut mitschwingt und wirklich aufgewärmt ist.

Mit einer leichten Regendecke unterstützt du dein Pferd, nicht im Regen völlig auszukühlen und gleichzeitig leichter in das Training zu starten. So eignet sich diese Regendecke* ideal, wenn du einen fitten Vierbeiner von der Weide holen möchtest. Egal zu welcher Jahreszeit, dein Pferd ist gut geschützt.

Eine große Auswahl an Pferdedecken findest du in diesem Shop*. Diesen können wir absolut weiter empfehlen aufgrund der guten Auswahl, schau doch gleich mal bei Horseven Pferdedecken rein!

pferd eindecken fürs training
Gerade bei reiterlichen Zielen im Training ist ein gut mitschwingendes, lockeres Pferd wichtig.

Bei Höchstleistungen kann dieser Zeitraum einfach zu lang sein, sodass das Eindecken gerade im Leistungssport Sinn macht und auch oft praktiziert wird. Frierende Pferde „klemmen“ und laufen merklich steifer.

Dies ist ähnlich wie bei uns Menschen. Wenn du frierst, dann spannst du deine Muskeln an. Deine Schultern sind hochgezogen, deine Muskulatur spannt sich an und damit deinen ganzen Körper. Genauso fühlt sich dann auch dein Pferd.

Wer zusätzlich lange genug aufwärmt und langsam beginnt, hat im Training Vorteile. Ob dies für dich und dein Pferd der richtige Weg ist, können du und dein Reitlehrer am besten entscheiden.

Mein Pferd friert im Regen – trotz Decke

Beim Thema Eindecken gibt es viele verschiedene Meinungen, viele davon sind unbelegt und beruhen nur auf Erfahrungswerten. Daher finden wir diesen Cavallo-Test wirklich sehr gut: Hier wurde mittels Sensor unter den Pferdedecken nachgemessen, wie warm es darunter ist. Das Ergebnis: oft zu warm!

Es ist wichtig, den Pferdetyp mit zu bedenken. Bedingt durch den Körperbau frieren Kalt-, Warm- und Vollblutpferde anders und unterschiedlich schnell. Während Kaltblüter viele Fettreserven haben, die die Körperwärme aufrecht erhalten, sind es oft die Vollblüter, die nicht an kalte Temperaturen gewöhnt sind.

Diese Stereotypen sollten natürlich auch immer im Einzelfall überprüft werden. Nimm diese jedoch als Orientierungswerte, um dein Pferd grob einschätzen zu können.

Nicht alle Pferde sind für die Robusthaltung geeignet – mit einem Unterstand und windgeschützten Bereichen im Stall kann jedoch geholfen werden.

Solltest du also beobachten, dass dein Pferd trotz Regendecke friert, kannst du zu einer leichten Fütterung greifen. Mit einer 50 Gramm Fütterung wie zum Beispiel bei dieser Regendecke* hast du dann einen guten Kompromiss aus wasserdicht und leicht gefüttert.

Im Winter benötigt dein Pferd mehr Energie, um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Diese Energie zieht es aus Raufutter.

Die ausreichende Zufuhr von Raufutter im Winter ist daher sehr wichtig.

pferd friert im offenstall
Bei kalten Temperaturen sollte Raufutter zugefüttert werden. Mehr Futter – mehr Energie für eine konstante Körpertemperatur.

Pferd friert im Offenstall

Durch das Winterfell und eine „eingebaute Heizung“ mit Sensoren, friert dein Pferd sehr viel später als wir Menschen. Sogar Temperaturen bis zu -20 Grad können Pferde mit entsprechend ausgebildetem Winterfell gut aushalten.

Beobachte dein Pferd bei verschiedenen Wetterlagen, um seinen persönlichen „Gefrierpunkt“ zu finden, ab dem es anfängt zu frieren. Woran du das siehst, haben wir dir ganz oben in diesem Artikel schon erklärt.

Jedes Pferd sollte als Individuum betrachtet werden: Viele Züchtungen sind heute nicht auf die Robusthaltung ausgerichtet und entwickeln kein dichtes, warmes Winterfell. Das Maximalwinterfell lässt diese Kandidaten immer noch zittern, auch friert dein Pferd dann im Regen schneller.

Wichtig für die Offenstallhaltung sind:

  • ein Unterstand sollte zur Verfügung stehen, wenn die Pferde doch einmal Schutz vor der Witterung suchen wollen
  • Zusätzlich sollten die Temperaturunterschiede zwischen den Stallungen und Hallen nicht zu groß sein. Es sollte überall ähnlich kalt sein.

pferd friert
Pferd sind für kalte Temperaturen bestens ausgerüstet. Auch im Offenstall sollte Wind und Wetter für ein gesundes Pferd kein Problem darstellen.

Möchtest du dein Pferd von der Boxenhaltung in den Offenstall umstellen, solltest du einiges beachten. Ein Punkt davon ist die Gewöhnung deines Pferdes an die neuen klimatischen Bedingungen.

Gerade Pferde, die einen „warmen“ Stall gewohnt waren, sollte beim Umzug in den Offenstall mit einem Umzug zur richtigen Jahreszeit geholfen werden.

Wenn dich dieses Thema noch detaillierter interessiert, dann sieh dir unseren Beitrag an zum Thema: Pferd von der Box in den Offenstall umziehen.

Zusammenfassung – mein Pferd friert bei Regen

Um deinem Pferd bei Regen so gut es geht zu helfen, kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Wird die Pferdehaut nass, beginnt dein Pferd zu frieren. Hier kannst du übergangsweise eine Regendecke auflegen.
  • Trockene Pferdehaut hält das Pferd warm – darum solltest du es mit einer Abschwitzdecke trocken reiten
  • Bürste das verklebte Fell aus, sodass es sich bei Kälte leichter aufrichten kann
  • Ein Unterstand schützt vor Zugluft und härteren Witterungsbedingungen
  • Es sollte im Stall und draußen eine ähnliche Temperatur herrschen

Eindecken kannst du dein Pferd, sobald es länger zittert. Beachte, dass eine Decke die natürliche Thermoregulation behindert. Sobald die Decke auf deinem Pferd liegt, kann es sein Fell nicht mehr aufstellen, um ein Luftpolster herzustellen, welches isoliert.

Bei der Wahl einer passenden Regendecke kannst du entweder auf reine Regendecken ohne Fütterung zurückgreifen oder auf eine leichte Fütterung, wenn du siehst, dass dein Pferd trotz Decke im Regen zittert.

Viele verschiedene Regendecken findest du bei Horze.de* Kleiner Tipp: Wenn du für mehr als 60 Euro einkaufst, sparst du mit dem Gutscheincode „HELLOHORZE“ 10 Euro!