Urlaub mit dem eigenen Pferd

Dein erster Urlaub mit Pferd steht bevor oder du bist dir noch unschlüssig, wie das klappen soll?

In deinen Träumen reitest du mit deinem Pferd am Strand, im Wald oder in einer traumhaften Kulisse, die so weit weg liegt, dass ihr gleich ein paar Tage übernachten müsst?

Willkommen in der Welt des Reiturlaubs! Du und dein Pferd an neuen Orten, gemeinsam erleben und später sehnsüchtig daran zurückdenken!

Wir zeigen dir alles Wichtige rund um Urlaub mit deinem Pferd! Es gibt einiges zu beachten und es wäre doch jammerschade, wenn euer gemeinsamer Urlaub ein reiner Spießrutenlauf wird.

Ob du jetzt für guten Reitunterricht bei namhaften Trainern anreist oder die Mischung aus Lernen und Entspannen bevorzugst oder dein Pferd lange Wanderritte mit dir unternehmen soll, bei allem kannst du dich vorbereiten.

Wo soll es hingehen?

Ganz egal, wo du wohnst, informiere dich, wo du gerne mit deinem Pferd reiten möchtest. Solltest du mit deinem Pferd in einen Wanderurlaub wollen, kannst du dir die schönsten Gegenden und größten Geheimtipps für beste Reitrouten anschauen.

Reitgebiete, die sich in Deutschland lohnen:

  • Münsterland
  • Hitzacker Elbtalaue
  • Nordseeküste und Inseln
  • Ostseeküste und Inseln
  • Hunsrück
  • Lüneburger Heide
  • Harz
  • Bayerischer Wald
  • Bodenseeregion
  • Erzgebirge
  • Rhön
  • Westerwald/Taunus
  • Chiemgauer Alpen
  • Pfälzerwald/Nordvogesen

Auf der digitalen Seite für Reit- und Wanderkarten kannst du einen groben Überblick bekommen, wo Routen möglich sind. Es sind nicht immer alle möglichen Wege eingetragen.

Du kannst dir auch per GPS Routen von deinem Handy aus anzeigen lassen.

Wir sind echt ein bisschen old school, immer mit abwaschbarer Karte losgezogen.

Sicherlich träumst du davon, einmal am Meer zu reiten?

Die Nord- und Ostsee bietet Strandabschnitte, wo du reiten kannst. Beachte jedoch: Die erlaubten Zeiten können nach Jahreszeit eingeschränkt oder ganz verboten sein.

Die Wahl einer guten Unterkunft ist nicht so einfach. So findest du in einschlägigen Internetportalen Tausende Meinungen, welche Unterkunft sich gut eignet.

Was benötigt dein Pferd vor Ort?

Neben deinen Vorstellungen solltest du auch überlegen, wie dein Pferd dort wohnen soll. Hier sind dir keine Grenzen gesetzt, alles ist möglich – solange das auf deinem Wunschhof angeboten wird.

  • Außenbox
  • Innenbox
  • mit Späne oder Stroh
  • Offenstall
  • Paddockbox
  • Weidegang
  • Selbstversorger
  • Vollpension

Wenn du die in Frage kommenden Ställe näher eingekreist hast, musst du dir noch ein oder zwei Alternativen überlegen. Es könnte ja sein, dass genauer zu deiner Zeit alles ausgebucht ist.

Damit dein Pferd genügend Heu bekommt, kannst du aus deinem Stall welches mitnehmen. Während der Fahrt mit dem Pferdeanhänger ist ein Heunetz ideal. Das kannst du auch am Urlaubsort verwenden.

Dafür eignet sich zum Beispiel dieses Heunetz*. Du kannst es überall befestigen und durch die Größe leicht zu handhaben.

Vielleicht möchtest du mal durch Wasser reiten?

Zu welcher Jahreszeit ist Reiturlaub ideal?

Ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter – ein Erlebnis ist Reiturlaub immer.

Im Frühjahr ist es noch nicht so warm und vielleicht noch etwas zu regnerisch. Sollte dein Pferd jedes Jahr richtig Frühlingsgefühle entwickeln, kannst du darauf eingehen.

Das erste Mal wieder auf die Weide, vielleicht gibt es das schon bei deinem Wunsch-Urlaubshof.

Auch an den Strand darfst du noch so lange, wie das Wetter noch nicht reif für den Badeurlaub ist.

Im Sommer ist beim Reiturlaub Hochkonjunktur. Neben sommerlichen Temperaturen stehen den Pferden immer Weidezeiten zur Verfügung.

Ausritte und auch Reitstunden könnten nur von Bremsen, Mücken und allerlei Stechgetier etwas getrübt werden.

Doch dafür gibt es zum Glück reichlich Hilfsmittel. Fliegenspray ist ein absolutes Must Have im Sommer. Hier eignet sich ein Spray, auf welches du dich verlassen kannst. Nix ist schlimmer, als nervige Bremsen und Mücken.

Das Spray mit dem gewissen Etwas in 500ml* findest du bei horse-and-rider.

Der Herbst bietet noch lauwarme Temperaturen und die meisten Strände dürfen jetzt zu Pferd besucht werden. Die Beste Reisezeit liegt sicherlich noch im September und Oktober, jedoch nicht unbedingt, wenn die Herbststürme auftreten.

Die Heide blüht meistens ab August bis in den September hinein.

Wenn die Tage immer kürzer werden, bietet sich ein Schneeritt an. Der Winter hat einige Überraschungen parat. Natürlich ist es durchschnittlich immer kalt und das Outfit von Pferd und Reiter muss beachtet werden.

Besonders um Silvester herum ist ein Reiturlaub etwas ganz Neues. Wer hat schon mal die Silvesternacht beim Pferd verbracht?

Doch mit dem Pferd im Hänger auf schneeglatter Fahrbahn ist der Fahrspaß mit äußerster Vorsicht zu genießen.

Wie lange sollte ich in Reiturlaub fahren?

Als Reiturlaub zählt für uns alles, was mindestens zwei Nächte am Urlaubsort beinhaltet.

Für Tagesausflüge benötigst du keine Übernachtung, hier fehlt dir aber auch das volle Urlaubsgefühl.

In der Hochsaison werden oftmals mindestens 6 oder 7 Nächte verlangt. Wenn dir das zu viel ist, bietet sich die Nebensaison an. Hier kannst du schon mit 3 bis 4 Nächten auskommen.

Wie lange euer Urlaub gehen soll, hängt von eurer Erfahrung ab, wie stressanfällig dein Pferd in fremder Umgebung reagiert und ob du genügend Zeit für den Urlaub hast.

Was kostet Reiturlaub?

So wie dein jährlicher normaler Urlaub kostet Reiturlaub auch Geld. Natürlich wäre das sicher nicht so, wenn deine Tante einen Hof besitzt, wo du kostenlos Urlaub machen kannst.

In der Summe kannst du ab 200€ für eine Woche in einer günstigen Konstellation rechnen. Nach oben hin, sind dir keine Grenzen gesetzt.

Bei einem beliebten Ferienreiterhof zahlst du im Schnitt rund 25€ für die Box pro Nacht. Doch auch 55€ pro Box und Nacht sind langsam aber stetig auch ein Teil gehobener Ferienställe.

Welche Kostenpunkte kommen auf dich zu:

  • Unterbringung für dich
  • Kosten für Verpflegung
  • Unterbringung für dein Pferd
  • Kosten für An- und Abfahrt
  • Bei Bedarf Pferdeanhänger ausleihen

Du kannst dir verschiedene Angebote einholen und das für dich akzeptable Preis-Leistungs-Verhältnis wählen.

Viele Reiterhöfe bieten Unterkünfte direkt auf dem Hof an. Es besteht aber auch die Möglichkeit, in einem Hotel im Ort oder etwas außerhalb zu übernachten.

Auf dem Hof selber bist du natürlich schneller bei deinem Pferd.

Neue Reitwege wollen erkundet werden – dafür musst du Vorbereitungen treffen

Die Vorbereitungen treffen

Bevor du dein Pferd einpacken und in den Reiturlaub kannst, solltest du vorab noch einige Sachen klären. Damit du im Urlaub keine bösen Überraschungen erlebst, ist es sinnvoll, noch mal einige Fragen zu klären.

Wann war dein Pferd zuletzt beim Hufschmied?

Einen Tag vor der Abreise zum Schmied ist genauso ungünstig, wie wenn der letzte Termin 8 Wochen zurückliegt. Nicht, dass ihr im Urlaub das Eisen verliert und du den Urlaub nicht genießen kannst.

Ist die Haftpflichtversicherung für dein Pferd noch auf dem neuesten Stand?

Das wäre doch jetzt eine gute Gelegenheit zu schauen, ob die gewählte Versicherung noch gut genug für euch ist. Was genau deckt deine Versicherung ab?

Informiere dich lieber noch einmal. So fühlst du dich sicherer, wenn ihr unterwegs seid.

Wie lange dauert die Anfahrt zum Hof?

Bevor ihr dort hinfahrt, ist es sinnvoll, über einen Routenplaner zu prüfen, wie lange ihr brauchen werdet.

Für uns sind bis zu 3 Stunden Anfahrt noch im Rahmen. Gerade wenn ihr an die Küste wollt, ist die Anfahrt aus der Mitte Deutschlands schon ziemlich weit.

Schon in den Wochen vorher, kannst du immer mal wieder schauen, ob auf eurer Strecke mit Stau zu rechnen ist.

Je nach Wochentag und Uhrzeit habt ihr entweder freie Fahrt oder steht viel zu lange im Stau. Für dein Pferd ist ein zügiges, also staufreies, durchkommen deutlich besser, als wenn ihr permanent im Stop-and-go Modus rollen müsst.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass dein Pferd entspannt auf dem Hänger steht.

Sind alle notwendigen Impfungen erfolgt oder schon längst aufgefrischt worden?

Damit du auf der sicheren Seite bist, frage deinen Tierarzt, ob alle Impfungen, die dein Pferd bekommen hat, ausreichen, um dein Pferd und andere Pferde vor Krankheiten zu schützen.

Die Anforderungen an den gültigen Impfstatus, variieren von Hof zu Hof. Manche möchten nur Influenza oder Tetanus im Equidenpass aufgeführt haben, bei manchen muss auch Herpes geimpft sein.

Liegt der Equidenpass griffbereit?

Normalerweise bewahrst du den Equidenpass für dein Pferd an immer derselben Stelle auf. Nach einem Umzug kann es aber vorkommen, dass du ihn nicht wiederfindest.

Lege dir den Equidenpass sichtbar hin, denn auch während der Hängerfahrt ist das Mitführen Pflicht.

Kennst du schon das praktische Mäppchen, in dem du den Equidenpass gut und geschützt aufbewahren kannst? Busse bietet eine robuste und sicher verschließbare Mappe* in blau an.

Weiß der Stallbesitzer Bescheid?

Bevor ihr einfach in den Urlaub startet, solltest du deinen Stallbesitzer kurz darüber informieren, wie lange ihr weg seid.

Bei einem Vollpensionsstall ist es eine Erleichterung, wenn die Arbeit für deine Box ruhen kann.

Vielleicht gibt es sogar für die Abwesenheit anteilig Boxenmiete zurück?

Solltest du Selbstversorger sein, bedenke, dass du alles aufgeräumt hinterlässt. Nach eurer Rückreise bist du froh, nicht noch misten und Futter fertigmachen zu müssen.

Dein Pferd vorbereiten

Bevor du mit deinem Pferd in den Reiturlaub fährst, ist es gut, vorab einiges an Training zu investieren.

Der erste Baustein ist das Hängertraining. Steigt dein Pferd leicht ein? Oder dauert es jedes Mal Stunden, bis ihr endlich loskönnt?

Auch für den Notfall ist dein Pferd besser gerüstet, wenn es den Hänger mit was Positivem verknüpft.

Du könntest also schon viele Monate im Voraus mit einem gezielten Hängertraining starten. Falls du Hilfe brauchst, suche dir einen Experten, der dir hilft, dein Pferd locker auf den Hänger zu bekommen.

Tolle Tipps, wie du dein Pferd besser verstehst und ihm helfen kannst, dich zu verstehen, findest du in diesem wunderbaren EBook*. Das Buch „Voller Vertrauen“ ist ein Must Have in jeder Reiterbibliothek.

Doch warum ist das so wichtig?

Am Urlaubsort kann dir das sonst passieren, dass dein Pferd nicht wieder in den Hänger möchte. Vielleicht fühlte es sich dort doch wohler als im Heimatstall.

Als zweiten Baustein solltest du dir Vorbereitung auf die Mehrbelastung für dein Pferd sehen.

Gerade wenn du viele Stunden ausreiten möchtest, ist ein passender Sattel sowie eine gute Kondition für dein Pferd unerlässlich.

Dein Pferd hat natürlich Stress in seiner neuen Umgebung und damit ihr das auffangen könnt, ist ein auf dein Pferd zugeschnittenes Konditionstraining eine gute Wahl.

Es ist nicht förderlich, wenn du zu Hause immer nur eine kurze Runde im Gelände drehst und nun am Urlaubs-Stall gleich einen 8 Stunden Ritt planst.

Auch dein Pferd sollte sich langsam an die Mehrbelastung gewöhnen.

Ebenfalls ist das Thema Erziehung von großer Bedeutung. Läuft es auf dem eigenen Hof schon nicht rund, wird es im Urlaub meist noch schlimmer werden. Grundsätzliche Pferdeerziehung solltest du deinem Vierbeiner im heimischen Umfeld beibringen. Dazu gehört auch, dass dein Pferd nicht wahllos überall grast, wo es will – sonst habt ihr keinen entspannten Urlaub. So bringst du deinem Pferd bei, dass es auf Kommando grast, wann du es möchtest.

Der dritte Baustein ist eine angepasste Fütterung.

Rau- und Kraftfutter kann dein Pferd wie bisher bekommen. Beobachte allerdings, ob dein Pferd mehr Energie benötigt. Mehr Energie liefert Getreide. Je nachdem, ob dein Pferd mehr das Motto „Hafer sticht“ ist, kannst du auf Alternativen umsteigen.

Grundsätzlich sollte dein Pferd im Urlaub dasselbe Futter wie zu Hause erhalten. Damit bringst du den Stoffwechsel deines Pferdes nicht völlig durcheinander.

Dein Pferd sollte stressfrei auf den Pferdeanhänger gehen.

Was muss ich alles mitnehmen?

Die Liste an notwendigen Dingen, die du mitnehmen solltest, ist überschaubar.

  • Du
  • Dein Pferd
  • Schlüssel und Geld

Okay, Spaß beiseite.

Es soll sogar schon vorgekommen sein, das Leute ohne ihr Pferd im Hänger zum Urlaubsort gefahren sind.

Damit dir das nicht passiert, zeigen wir dir, an was du noch alles denken solltest!

Zu deinem Pferd gehört eine Menge Zubehör, welches du am Urlaubsort sicherlich benötigen wirst.

Dein Pferd benötigt:

  • Putzzeug
  • Sattel und Zubehör
  • Trense
  • Halfter (ein Ersatzhalfter ist immer gut)
  • Führstricke
  • ggf. Fliegen- oder Abschwitzdecke
  • Futter, welches es nicht am Urlaubsort gibt

Diese Liste ließe sich beliebig verlängern. Bei dem ein oder anderen Zubehör kann ein Ersatz nicht schaden.

Uns ist es tatsächlich schon so ergangen, dass unser Pferd beschlossen hatte, sein einziges Halfter auseinanderzunehmen. Wir hatten kein Ersatz dabei und mussten uns aus dem Urlaubsstall ein Halfter „ausleihen“.

Das kann dir mit jedem Zubehör passieren. Also nimm lieber dafür Ersatz mit, wo du vermutest, da wäre es ungünstig, keinen Ersatz zu haben.

Zu viel solltest du natürlich auch nicht einpacken, das wäre dann nur unnötiger Ballast.

Für dich kannst du Folgendes einpacken:

  • Reithelm
  • Reithose
  • Reitstiefel
  • Stiefeletten
  • Reithandschuhe
  • Gerte oder Sporen

Und darüber hinaus die ganz normale Packliste, wenn du in den Urlaub fährst.

Also brauchst du alles, was du für ein paar Tage oder eine Woche benötigst. Neben Kosmetik- und Hygieneartikel brauchst du auch Kleidung und Technik, gegebenenfalls Badezubehör im Sommer für den Ritt in den See oder in das Meer.

Eine umfassende Liste, was du alles packen kannst, findest du im WWW. Diese Liste gefällt uns gut und deckt ziemlich viel ab.

Damit du auch schöne Erinnerungen an den Reiturlaub mit deinem Pferd hast, ist eine Kamera oder Handykamera in guter Qualität eine Investition.

Später kannst du dir die Fotos anschauen und in Erinnerungen schwelgen.

Im Reiturlaub angekommen

Endlich seid ihr am Ziel angekommen und jetzt heißt es, Urlaub beginnt und ausladen.

Dein Pferd muss sich erst mal an die Umgebung und die fremden Pferde gewöhnen.

Du kannst dir den Hof genauer anschauen und dich mit den Abläufen vor Ort vertraut machen. Deine Unterkunft beziehst du und bringst deine Koffer unter.

Vielleicht sind auf eurem Urlaubshof auch Ferienkinder? Dann kannst du dem Treiben zuschauen und alles auf dich wirken lassen.

Willkommen im Urlaub! Jetzt geht der Spaß erst richtig los.

Die neue Weide muss genau unter die Lupe genommen werden.

Wenn ihr wollt, könnt ihr am Ankunftstag auf eine kleine Entdeckungsreise gehen. Nimm dein Pferd doch mit und schaut euch zusammen alles an.

Natürlich ist die Aufregung groß. Du kennst dein Pferd gut und weißt, was für dein Pferd gut oder nicht so gut wäre.

Vielleicht hast du schon eine Vorstellung, wie die nächsten Tage mit deinem Pferd aussehen sollen.

Wenn Reitunterricht oder Ausritte geboten werden, ist es sinnvoll, sich hier rechtzeitig mit seinem Pferd anzumelden. Natürlich musst du das nicht, aber wenn es euch weiter bringt, kannst du das Angebot nutzen.

Dein Pferd freut sich auf deinen Besuch, so oft und so häufig seht ihr euch bestimmt nicht im Heimatstall.

Vor allem morgens kannst du noch vor dem Frühstück zu deinem Pferd und nach ihm schauen.