Pferdewissen für Anfänger – dein großer Guide zum Starten

Die Pferdewelt ist wunderbar, aber gerade am Anfang gibt es einfach so viele verschiedene Themen, die du verstehen musst – klar, dass da ein Leitfaden wie gerufen kommt! Damit du die ersten Schritte nicht alleine machen musst, haben wir für dich diesen Anfänger-Guide Pferdewissen zusammengestellt.

Wer reiten möchte und in die Pferdewelt eintauchen will, muss Pferde verstehen lernen. Das schließt zum einen das Verhalten, aber auch die richtige Haltung ein. Weiter geht es mit den verschiedenen Rassen, ihren Unterschieden und Herkünften.

Nach diesen Grundlagen geht es um den Umgang mit dem Pferd: Wie komme ich zum Pferd? Was ist der Unterschied zwischen Reitbeteiligung und eigenem Pferd? Und besonders wichtig: Welche Kosten kommen auf dich im Reitsport wirklich zu: monatlich und einmalig. Eine übersichtliche Auflistung der verschiedenen Möglichkeiten und zusätzlich alles an Ausrüstung, die du brauchst, inklusive grober Preise, damit du schnell kalkulieren kannst.

In Teil zwei unseres Pferdewissen Anfänger-Guide geht es um den Umgang mit dem Pferd.

Was für Ausrüstung und Zubehör du für dich aber auch dein Pferd brauchst. Die wichtigsten Tipps und Hinweise für den Umgang mit einem Pferd: Führen, Putzen, aus dem Stall oder von der Weide holen.

Wie Reitunterricht abläuft und worauf du bei der Wahl einer Reitschule oder eines Reitlehrers achten solltest. Die Grundlagen der verschiedenen Reitweisen, alle Gangarten sowie ein kleiner Einblick in die Turnierwelt gibt es dann im dritten Teil.

In Teil zwei erfährst du dann auch, wie lange es wirklich dauert, bis du sattelfest wirst und deinem Vorbild nacheifern kannst: im gestreckten Galopp über die Felder reiten.

Jetzt aber viel Spaß beim Lesen!

Pferdewissen: das Pferd und seine Herkunft

Im Umgang mit deinem Pferd ist vieles auf die jahrhundertelange Geschichte der Pferde zurückzuführen. Pferde sind Herden-, Steppen- und vor allem Fluchttiere. Bei Gefahr flüchten sie lieber, als zu kämpfen. Daher kann auch schon ein harmloser Stein auf einem Ausritt zu einem großen Monster werden, dass dein Pferd davonstürmen lässt.

Pferde sind ursprünglich Steppentiere, weshalb sie auch heute noch ein ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis haben.

Der ursprüngliche Lebensraum von Pferden ist die Steppe. Aufgrund des kargen Nahrungsangebotes mussten sie beständig auf Futtersuche sein. Pferde bewegten sich dabei bis zu 16 Stunden am Tag, hauptsächlich im Schritt langsam vorwärts und nahmen kleine Mengen Futter auf.

In Robusthaltung können Pferde ihre natürlichen Bedürfnisse befriedigen. Tief verankert ist ihr Erbe als Steppentier, dass ganz andere Bedürfnisse als ein Mensch hat.

Pferde benötigen genügend Auslauf und Bewegung, damit sie gesund bleiben können. Ein Pferd 24 Stunden am Tag in einer Einzelbox zu halten, entspricht nicht dem artgerechten Leben.

Das Fluchttier Pferd

Betrachtest du ein Pferd, fallen dir sofort die seitlich am Kopf sitzenden Augen auf. Diese ermöglichen dem Pferd beinahe eine Rundumsicht.

Die Augen nehmen einen Großteil neben und seitlich vor dem Pferd wahr. Lediglich direkt vor dem Kopf besteht ein blinder Fleck, den Pferde nicht sehen können.

Wir Menschen verbinden unsere beiden Augen zu einem Bild, bei Pferden muss man oft Dinge von beiden Seiten ansehen lassen. Pferde erschrecken sich gerne, wenn sie am klapprigen Scheunentor, dem Stein oder einem anderen Monster mit der jeweils anderen Seite vorbeigehen.

Als Fluchttier sind Pferde stets aufmerksam. In der Herde ruhen nie alle Pferde gleichzeitig. Wenn die Herde schläft, muss immer ein Herdenmitglied stehen bleiben und so für den nötigen Überblick sorgen.

Im Allgemeinen ruhen Pferde längere Zeit im Stehen. Dabei entlasten sie eines ihrer Hinterbeine und lehnen den Huf auf. Dieses Bein trägt nicht mehr viel Gewicht.

Auch das Schlafverhalten ist an das Leben als Fluchttier in der Steppe angepasst: Nur wenige Stunden verbringen Pferde wirklich liegend auf der Seite. Bei kranken und älteren Pferden kann dieser Zeitraum länger sein. In einen Tiefschlaf fallen Pferde auch nicht für mehrere Stunden, wie wir Menschen dies tun.

Als Fluchttier muss das Pferd ständig zur Flucht bereit sein: Dafür wurden Pferde bestens ausgerüstet. Neben dem großen Sichtfeld, welches Pferde haben, können Sie sehr gut hören.

Hören Pferde ein Geräusch, richten Sie ihre Ohren in die entsprechende Richtung.

Pferde können ihre Ohren zur Kommunikation mit anderen Pferden verwenden und fast rundum Geräusche wahrnehmen. Hören Sie ein Geräusch hinter ihnen, dreht dein Pferd sein Ohr in diese Richtung. Eine mögliche Gefahr kann so noch schneller erkannt werden.

Allein wäre ein Pferd in der Steppe den Beutetieren schutzlos ausgeliefert. Eine Herde hingegen bietet Schutz und Sicherheit.

Das Sozialleben von Pferden

Wildpferde leben in Herden zusammen: Diese ist durch eine genau festgelegte Rangordnung der Pferde untereinander organisiert. Geleitet wird eine Herde nicht wie man annehmen könnte, durch einen Hengst, sondern durch eine Stute.

Eine klare Herdenstruktur gibt vor allem in gefährlichen Situationen Sicherheit: Das ranghöchste Pferd gibt das Kommando zur Flucht und die Herde folgt.

Damit diese Sicherheit immer gewahrt werden kann, muss die Rangordnung regelmäßig auf die Probe gestellt werden.

Wenn du deinem Pferd dieses Herdenleben bieten kannst, kommt das den natürlichen Bedürfnissen deines Pferdes zu gute.

Wie artgerechte Pferdehaltung aussehen sollte, kannst du in diesem Artikel entdecken.

Eine Herde ist neben der Sicherheit auch die Befriedigung der sozialen Bedürfnisse: Pferde sind zu Freundschaften fähig und können Zuneigung zu anderen Pferden zeigen.

In einer Herde wirst du schon oft zwei Pferde gesehen haben, die Fellpflege miteinander betreiben und sich gegenseitig beknabbern.

Diese Fellpflege wird oft unter befreundeten Pferden durchgeführt. Zusätzlich praktisch, denn einige Stellen an ihrem Körper können Pferde nicht selbst kratzen.

Die gegenseitige Fellpflege ist ein fester Bestandteil zweier befreundeter Pferde. Der beste Kumpel kommt am Rücken besser an, als man selbst.

Neben diesen freundlichen Gesten der Pferde untereinander geht es viel öfter sehr rau zu: Pferde kommunizieren über ihr Ohrenspiel und zeigen auch zur Drohung mal die Zähne, wenn ein rangniedrigeres Pferd nicht weichen will.

Innerhalb der Herde kann es daher auch schon mal zu Streitereien kommen. In vielen Fällen sind Pferde dabei gar nicht zimperlich und treten und beißen sich gegenseitig, sollte jemand die Rangordnung missachten. Von außen sehen diese Streitereien schnell sehr heftig aus, sind es in den meisten Fällen jedoch nicht.

Pferderassen und ihre Eigenschaften

Du kennst bestimmt die unterschiedlichsten Pferde: kleine, dicke, dünne, große und sehr anmutige. Die unzähligen Pferderassen lassen diese Vielfalt entstehen.

Pferde werden in verschiedene Gruppen eingeteilt, um sie zu unterscheiden: Warm-, Kalt-, Vollblutpferde und Ponys. Jede dieser Untergruppen hat Merkmale, die sie ausmachen und charakterisieren. Diese drei Typen sind sehr unterschiedlich und für Anfänger ein ‚Must-Have‘ im Pferdewissen!

Warmblüter

Das typische deutsche Pferd in vielen Reiterhöfen und Reitschulen ist sicherlich das Warmblut. Diese siehst du in den bekannten Reitdisziplinen Dressur, Springen und in der Vielseitigkeit. Auch in der Westernreiterei sind Warmblüter vertreten.

Warmblutpferde sind zwischen 160 und 175 cm groß und werden vor allem in den verschiedenen Grundfarben Schimmel (ein weißes Pferd), Braune, Rappen (ein schwarzes Pferd) und Füchse (ein hellbraunes Pferd) gezüchtet. Andere Farben sind seltener.

Deutschland züchtet viele verschiedene Warmblutrassen. Einige kennst du sicherlich, wie zum Beispiel Hannoveraner oder Holsteiner.

Ein Warmblutpferd ist in vielen Fällen ein ausgeglichenes, ruhiges Reitpferd. Es eignet sich für Anfänger aber auch Fortgeschrittene bis hin zu schwierigen Turnierprüfungen.

Das Vollblut

Typischer Vertreter des Vollblutes ist der bekannte Araber. Du erkennst ihn an seiner charakteristischen Kopfform: die gebogene Nasenlinie, die auch Hechtkopf genannt wird, zeichnen den Araber aus.

Das Temperament der Vollblüter kann gut als sehr stark bezeichnet werden: Anders als die Warmblüter, neigen Vollblüter dazu, sich schneller aufzuregen und sind in einigen Fällen sehr sensibel.

Neben dem starken Temperament der Araber sind diese besonders edel und schön anzusehen. Die Araber sind eine der ältesten Zuchtrassen der Welt!

In der Zucht werden Vollblüter zur Veredelung der Warmblüter mit eingekreuzt, damit diese durch das edle und anmutige Erscheinungsbild positiv beeinflusst werden.

Kaltblutpferde

Ursprünglich wurden Kaltblutpferde zur Arbeit auf den Feldern eingesetzt. Sie haben durch ihre Körpergröße und ihre Masse eine große Kraft und konnten zum Bäumerücken oder bei der Ernte eingesetzt werden.

Kaltblüter sind auch im Fahrsport vertreten.

Verwirren sollte der Begriff Kaltblut nicht, das Blut ist nicht kälter als bei Warm- oder Vollblutpferden.

Das Temperament von Kaltblütern kann jedoch als etwas kälter eingeschätzt werden. Diese Pferde sind sehr gelassen, ausdauernd und ausgeglichen und regen sich beispielsweise nicht so schnell auf, wie Araber.

Wegen ihrer ruhigen Art werden Kaltblüter auch von einigen als Freizeitpferd geritten.

Ponys

Pferde, deren Stockmaß unter 1,48 m liegt, werden als Ponys betitelt. Die Ponys werden ebenfalls in verschiedene Rassen unterteilt: Die bekanntesten sind Haflinger, Islandpferd, Fjordpferd und das deutsche Reitpony.

Ponys sind vor allem bei Kindern und jüngeren Reitern beliebt. Aber es gibt auch einige Ponyrassen, die problemlos von Erwachsenen geritten werden können, zum Beispiel das Islandpferd.

Obwohl Ponys klein sind und oft auch ganz niedlich anzuschauen, sind es oft die Ponys, die einen Dickkopf haben und daher nicht für unerfahrene Reiter geeignet sind.

Ponys sind wie Pferde zu behandeln und benötigen genügend Auslauf und Konsequenz, damit sie zufrieden und glücklich sind. Keinesfalls sollten sie verniedlicht werden oder besonders viele Leckerlies bekommen.

Möchtest du jetzt mehr über die verschiedenen Pferde- und Ponyrassen erfahren, sieh dir hier unsere Übersicht an Rasseporträts an.

So viel zum Pferdewissen für Anfänger. Jetzt willst du endlich aufs Pferd – wir zeigen dir, welche Möglichkeiten es gibt.

Aufs Pferd kommen: welche Möglichkeiten es gibt

Wer mit dem Reiten beginnen möchte, steht zunächst vor der Frage, welche Möglichkeiten es gibt, zu reiten. Entscheidend ist die Frage, wie viel Zeit du hast und wie viel Geld du ausgeben kannst und möchtest.

Ebenfalls ist es wichtig, ob du bereits erste Erfahrungen im Umgang mit Pferden hast und womöglich sogar schon reiten kannst. Solltest du noch nie auf einem Pferd gesessen haben und auch sonst keinen Umgang mit Pferden gewöhnt sein, bietet sich zum Einstieg die klassische Reitschule an.

In einer Reitschule reiten

Reitschulbetriebe verfügen meist über viele verschiedene Pferde und Ponys, je nach deinem Könnensstand. So kannst du mit einem sehr ruhigen und bereits gut ausgebildeten Pferd erste Reitversuche machen.

Ganz zu Beginn wirst du Longenstunden zum Reiten lernen nehmen. Dabei wird auf dem Longenpferd im Sattel im Kreis herum geritten, lenken und treiben musst du am Anfang jedoch noch nicht und kannst dich ganz auf deinen Sitz konzentrieren.

Beim Longenunterricht bist du alleine und reitest nicht mit anderen zusammen. So lernst du am schnellsten die Basics und hast den Reitlehrer oder die Reitlehrerin ganz für dich.

Mit jeder Stunde wirst du weitere Hilfen dazulernen, sodass du nach einigen Monaten eigenständig lenken, treiben und sicher im Sattel sitzen kannst.

Als nächster Schritt wirst du in den Reitunterricht in der Reitschule integriert werden. Dabei reiten meist mehrere Reiter zusammen auf dem Reitplatz oder der Reitbahn.

Unter Anleitung verfeinerst du deine Reitkenntnisse in allen Gangarten. Es wird meist abwechselnd in der Abteilung geritten, das heißt, dass alle Pferde in der Reitbahn hintereinander herlaufen. Und dann reitet jeder wieder für sich.

Vorteil einer Reitschule ist, dass du verschiedene Pferde und Ponys reiten kannst. Das gibt dir mehr Erfahrung und macht dich Schritt für Schritt sattelfest.

Die Reitschule ist ideal für Anfänger, Wiedereinsteiger und Reiter, die sich im Umgang alleine mit dem Pferd noch nicht wohlfühlen.

In einer Reitschule wirst du alle weiteren Themen rund ums Pferd auch durchführen, dazu zählt das Putzen vor der Reitstunde, aufsatteln und auftrensen. In einigen Fällen kannst du auch beim Ausmisten der Boxen, dem Führen auf die Weide oder dem Füttern mithelfen.

Die Reitstunden kannst du so oft nehmen, wie du möchtest. Normalerweise reiten die meisten Reitschüler in Reitschulen zwischen einem und zwei Mal die Woche. Für diese Reitstunden zahlst du pro Stunde einen Betrag.

Die Reitbeteiligung

Im Gegensatz zur Reitschule, wo du im Reitschulbetrieb mitreitest und verschiedene Pferde reiten kannst, hast du bei einer Reitbeteiligung nur ein Pferd.

Deine Reitbeteiligung ist zumeist ein Pferd oder Pony einer Privatperson, die nicht genügend Zeit für ihr Pferd hat und dem Pferd Abwechslung und genügend Bewegung verschaffen will.

Eine Reitbeteiligung bedeutet mehr Selbstständigkeit, aber auch mehr Verantwortung.

Bist du fortgeschrittener Reiter und kannst alleine sicher mit Pferden umgehen, dann ist eine Reitbeteiligung eine gute Wahl. Du wirst oft alleine mit dem Pferd umgehen und solltest daher die Grundlagen gut beherrschen.

Ein erster Ausritt alleine kann mit einem Reitbeteiligungspferd wahr werden.

Eine Reitbeteiligung kostet meist etwas mehr Geld als das Reiten in einer Reitschule.

Mit einem Reitbeteiligungspferd kannst und solltest du ebenfalls Reitunterricht nehmen. Dabei wählst du entweder einen Reitlehrer, den die Besitzerin des Pferdes auch hat oder einen anderen.

Wir finden, dass man als Reitbeteiligung mehr Verantwortung für das Pferd übertragen bekommt. Der Besitzer verlässt sich zu 100 % auf dich – in einer Reitschule gibt es immer noch andere Reitschüler, Angestellte oder Reitlehrer, die nach dir sehen und eingreifen können.

Von Vorteil ist, dass du eine bessere Beziehung zu dem Pferd aufbauen kannst. Bodenarbeit, Spaziergänge und Ausritte sind möglich, wenn der Besitzer das zulässt.

Welche Vor- und auch Nachteile eine Reitbeteiligung wirklich mit sich bringt, erfährst du in diesem Artikel. Inklusive Erfahrungsbericht unserer Reitbeteiligungszeit.

Daher ist die Reitbeteiligung auch oft schon wie ein eigenes Pferd auf Probe. Nicht wenige Reiter kaufen ihre Reitbeteiligung später oder wandeln es in ein Pferd zur Verfügung um. Dabei gehört das Pferd zwar noch dem Besitzer, du bist jedoch allein für die Versorgung und Bewegung zuständig.

Eine Reitbeteiligung zu finden, ist jedoch nicht so einfach. Damit du bei der Suche keine Fehler machst, kannst du dir hier unsere Vorlagen für perfekte Anzeigen ansehen. Welche Angaben musst du machen, was solltest du über dein zukünftiges Pferd wissen und so weiter.

Die nächste Möglichkeit ist dann ein eigenes Pferd.

Das eigene Pferd

Schon als kleine Mädchen träumt man davon: das erste eigene Pferd. Logisch ist da die Frage, ob man den Reitsport nicht direkt mit einem eigenen Pferd beginnt und gemeinsam reiten lernt.

Einige Vorteile, die du nur in einer Reitschule lernst, solltest du dir nicht entgehen lassen. Du profitierst dein ganzes Reiterleben davon: Wer in einer Reitschule verschiedene Pferde reiten konnte, hat einiges erlebt und lässt sich durch nichts so schnell aus der Ruhe bringen.

Da ist ein kleiner Bocksprung oder ein Satz zur Seite kein großes Drama mehr. Ebenfalls lernst du durch verschiedene Pferde, wie du dich gut durchsetzen kannst und konsequent handelst.

Ein eigenes Pferd ist zudem keine Anschaffung, die man wieder kündigen kann, wie in einer Reitschule oder mit einer Reitbeteiligung. Dein Pferd will versorgt und bezahlt werden – nicht nur ein Jahr, sondern viel länger.

Jetzt magst du sagen, dass das kein Problem ist. Entscheide dich nur für ein eigenes Pferd, wenn du sicher weißt, dass du auch in Zukunft die Zeit, das Geld und die Verantwortung auf dich nehmen willst, um das sicher zu stellen.

Ein eigenes Pferd ist immer der letzte Schritt, nachdem du in einer Reitschule und mit einer Reitbeteiligung bewiesen hast, dass du Durchhaltevermögen, Pferdeverstand und Verantwortung hast und übernehmen willst.

Ein eigenes Pferd ist die teuerste, zeitintensivste und auch eine schöne Variante, wie du aufs Pferd kommst.

Auf unserer Seite gibt es einige Artikel zum Thema eigenes Pferd, die du dir ansehen kannst, falls du in diese Richtung gehen möchtest:

Reitsport = Teurer Sport? Was das Hobby wirklich kostet

Ein gängiges Vorurteil ist die Frage, wie teuer der Reitsport denn tatsächlich ist. Und ja, es ist nicht mit einer fünf Euro Mitgliedschaft im Fitnessstudio zu vergleichen.

Die monatlichen Kosten bemessen sich eindeutig danach, ob du in einer Reitschule reitest, eine Reitbeteiligung hast oder sogar ein eigenes Pferd. Ebenfalls spielt dein Wunsch nach Ausrüstung der bekannten, teuren Marken auch eine nicht unwesentliche Rolle im Thema Kosten.

Kosten Reitschule & Reitbeteiligung

Die Reitstunden in einer Reitschule bezahlst du pro gerittene Stunde. Die Preise variieren dabei ungefähr zwischen 15 und 35 Euro.

Je größer der Betrieb und je besser ausgebildet die Schulpferde, desto mehr musst du für eine Reitstunde bezahlen.

Viele Reitschulen bieten Rabatt, wenn du die Reitstunden im Voraus buchst. Einige geben 10er Karten aus oder bieten die Möglichkeit monatlich zu zahlen.

Eine Reitbeteiligung ist etwas teurer und wird monatlich gezahlt. Der Preis bemisst sich nach dem Ausbildungsstand des Pferdes, nach der Anzahl an Tagen, die du reitest und auch an dem Wunsch des Besitzers.

Reitbeteiligungen kosten meist zwischen 50 und 150 Euro monatlich. Diese Kosten sind noch unsere Kosten für Reitunterricht und müssen addiert werden.

Für detaillierte Kosten einer Reitbeteiligung kannst du dir gerne diesen Artikel noch mal ansehen. Dort listen wir dir auch unsere Reitbeteiligungen auf mit den wirklich gezahlten Preisen, Ausbildungsstand der Pferde und Ponys sowie der Anzahl an Tagen, die wir geritten sind.

Kosten eines eigenen Pferdes

Wer sich ein eigenes Pferd kaufen möchte, sollte die monatlichen, aber auch die einmaligen Kosten nicht aus den Augen verlieren. Der größte Anteil ist im Vorwege zumeist der Kaufpreis.

Die Kosten, ein Pferd zu kaufen, variieren stark und hängen davon ab, ob du dir ein Pferd oder ein Pony kaufen möchtest und welchen Ausbildungsstand dein Pferd bereits haben soll.

Nach diesem ersten großen Kostenanteil erwarten dich monatliche Kosten für dein eigenes Pferd. Einige Kosten laufen nur alle paar Wochen oder im Quartal auf, wir listen diese hier jedoch trotzdem mit auf:

  • Stallmiete
  • Hufschmiedskosten
  • ggfs. Tierarzt (und dieser Anteil ist kaum kalkulierbar…)
  • ggfs. Ausrüstungsgegenstände
  • Reitunterricht
  • Gebühren für den Reitverein
  • Versicherungen (zwingend eine Haftpflicht, optional zum Beispiel OP-Versicherung)
  • Rücklagen bilden für Eventualitäten

Wie viel Gehalt du für ein eigenes Pferd wirklich brauchst, haben wir dir in diesem Artikel zusammengefasst.

Vor dem Kauf sollte der Punkt Finanzen also geklärt sein. Genauso wichtig ist daneben der Punkt Zeit, denn beides solltest du haben und genau wissen, wie du damit umgehen möchtest.

Kosten für die Ausrüstung von Reiter & Pferd

Neben den Kosten für monatliche Reitstunden, Reitbeteiligung, Boxenmiete und sonstigen anfallenden Dingen, ist ein nicht zu unterschätzender Anteil die Ausrüstung.

Ähnlich wie bei anderen Hobbys benötigst du eine Grundausrüstung, um den Reitsport überhaupt betreiben zu können.

Als Reiter benötigst du mindestens einen Reithelm*, Reithose, Reitstiefel, ggfs. Sicherheitsweste* und Gerte*.

Für diese Ausstattung solltest du mindestens 100 € – 250 € einplanen. Die Preisspanne ist jedoch nach oben hin offen.

Besonders bei einem Reithelm ist sparen der falsche Ansatz – hier geht es um deine Sicherheit, bei der Sparen nicht angebracht ist. Gebrauchte Helme mögen günstiger sein, können bei einem bereits erlebten Sturz aber nicht mehr deine Sicherheit gewährleisten.

Im Detail zeigen wir dir in diesem Artikel, welche Ausrüstung du als Anfänger wirklich benötigst, welche in den meisten Reitschulen vorhanden ist und welche du kaufen kannst, wenn du dies zusätzlich möchtest.

Nicht nur du benötigst eine Ausstattung, auch dein Pferd. Reitest du in einer Reitschule oder eine Reitbeteiligung, dann ist die Ausrüstung zumeist schon vorhanden. Einige Gegenstände kaufen die meisten Reiter aber dann doch für „ihr“ Pferd aus dem Reiterhof:

  • Putzkasten zur Aufbewahrung der Bürsten oder ein Set*
  • Bürsten, z.B. Kardätsche, Striegel, Wurzelbürste, Hufkratzer
  • eine besonders schöne Satteldecke oder Schabracke
  • eigene besonders schöne Abschwitzdecke
  • Bandagen oder Gamaschen

Bei all diesen Gegenständen ist eine vorherige Absprache mit dem Besitzer oder der Reitschule in jedem Fall notwendig. Die wenigsten werden jedoch etwas dagegen haben.

Notwendig ist der Kauf jedoch nicht – sag aber nicht, wir hätten dich nicht gewarnt vor den unnötigen Ausgaben.

Auch in unserem Schrank hängen einige nicht wirklich notwendige Dinge…

Solltest du ein eigenes Pferd kaufen, musst du meistens die komplette Ausrüstung neu kaufen. Dabei sind die Kosten gerade nach oben hin offen. Besonders die Kosten für Sättel sind zum Teil sehr hoch und können deswegen nicht genau beziffert werden.

Schätzungsweise solltest du mit einem Betrag ab 500 € für Zaumzeug, Trense, Decken, Sattel und weitere Ausrüstung rechnen. Nur, wenn du dein Pferd neu ausstatten musst.

Pferdewissen für Anfänger: Teil 2 – Reitweisen und Umgang mit dem Pferd.

Jetzt kennst du alle Grundlagen, die man vor dem Reiten wissen sollte. In Teil 2 unseres Anfängerguides geht es endlich aufs Pferd. Erfahre, was auf einem Reiterhof abläuft und welche Aufgaben dich rund ums Pferd erwarten.

Als nächstes erklären wir dir die verschiedenen Reitdisziplinen Englisch, Western, Distanzreiten und ihre Besonderheiten.

Hier geht’s zu Teil 2 von Pferdewissen für Anfänger.