Druse beim Pferd – unsere Erfahrungen, typische Symptome und Behandlung

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Die Krankheit Druse ist bei Pferden sehr häufig, da sich die Pferde sehr oft untereinander anstecken und zu spät isoliert werden. 

Erste Anzeichen von Symptomen bei Druse wie Fieber, Appetitlosigkeit und Husten sollten umgehend von einem Tierarzt untersucht und diagnostiziert werden. Die Krankheit kann mithilfe von Wärmezufuhren wie Wärmflaschen vom Pferd durchlaufen werden. Tierärzte geben bei Bedarf zusätzlich schleimlösende und fiebersenkende Mittel.

Woran erkenne ich Druse bei meinem Pferd?

Die bakterielle Infektionskrankheit Druse wird oftmals mit den Symptomen wie Fieber, Mattigkeit, Nasenausfluss und geschwollenen Lymphknoten in Verbindung gebracht. Bei ersten Anzeichen solltest du unbedingt deinen Tierarzt informieren. Lies weiter unten unsere Erfahrungen, als Dubi Druse hatte. Die Symptome können nur von einem Tierarzt richtig eingeordnet werden.

Dass dein Pferd an Druse erkrankt ist, kannst du zum Beispiel an erhöhter Temperatur bis zu hohem Fieber erkennen. Ebenso hustet und es kommt eitriger Nasenausfluss aus der Nase deines Pferdes. Einen geringeren Appetit sowie geschwollene Lymphknoten deuten ebenfalls auf eine Druse bei deinem Pferd hin.

Vor allem Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit zeigen sich in den ersten Tagen der Krankheit ab. Erst später kommen dann die Lymphknotenabzesse und der Nasenausfluss dazu. 

Um eine genaue Diagnose feststellen zu können, ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen einen Tierarzt zu informieren. Dieser kann dein Pferd untersuchen und dir Behandlungsmethoden aufzeigen. 

Das frühzeitige Einschalten eines Tierarztes ist auch bei anderen Krankheiten wichtig, zum Beispiel bei Mauke (hier geht’s zum Artikel rund um Mauke). Routine Termine geben dem Tierarzt Gelegenheit, mögliche Krankheiten frühzeitig zu entdecken. Wie oft muss mein Pferd zum Zahnarzt?

Druseerreger tragen Pferde oft unerkannt in sich. Der Ausbruch wird vom Immunsystem jedes Pferdes bestimmt. Es kann daher auch zu milden, schweren und asymptomatischen Verläufen in einer Herde kommen. Übertragung ist oftmals an Futterstellen, Wassertränken und auch beim direkten Kontakt möglich. Auch der Mensch kann als Überträger zwischen Pferden auftreten.

Kann die Krankheit Druse auch auf andere Pferde übertragen werden?

Die Krankheit Druse kann von erkrankten Pferden sowie von Menschen und infizierten Gegenständen auf andere Pferde übertragen werden. 

Die Übertragung der Krankheit Druse kann auch auf andere Pferde erfolgen. Dabei kommt es häufig zu einer direkten Übertragung der Krankheit, wenn sich das kranke Pferd mit anderen Pferden die Tränke oder das gleiche Futter aus dem Futtertrog teilt. Besonders auf Turnieren oder auf Pferdehöfe, wo die Pferde in Gruppen gehalten werden, ist die Übertragung und somit die Ansteckung von Druse besonders leicht. 

Aber auch eine Ansteckung über ein sogenanntes Trägerpferd ist bei dieser Krankheit möglich. Hierbei kann ein Pferd die Krankheit schon haben, aber keinerlei Symptome aufweisen. Dieses ist besonders gefährlich für andere Pferde, da die Krankheit kaum entdeckt werden kann. Das Trägerpferd kann somit ungehindert andere Pferde in seiner Nähe anstecken.

Die Übertragung der Krankheit kann auch über die Pferdeausstattung erfolgen. Infizierte Sättel oder Kleidung kann ebenfalls zu einer Ansteckung bei einem Pferd erfolgen. Auf Gegenständen kann das Virus bis zu 8 Wochen und im Wasser bis zu 4 Wochen überleben und andere anstecken. 

Bei der Krankheit Druse kann auch er Übertragung über den Menschen erfolgen. Der Mensch selbst wird dabei nicht an Druse erkrankt, kann aber dennoch die Erreger-Bakterien an das Pferd weitergeben. 

Wie behandelt man das kranke Pferd bei einer Druse?

Wichtig ist, dass du deinen Tierarzt informierst und dein Pferd von den anderen isolierst. Dein Pferd durchläuft die Krankheit am besten mithilfe von Wärmezufuhr wie einer lauwarmen Wärmflasche. Ebenso sollten die Entzündungen sauber gehalten werden.

Informiere unbedingt deinen Tierarzt bei einem Verdacht von Druse und isoliere dein Pferd von den anderen. Bei einer Untersuchung von deinem Tierarzt kann er feststellen, ob es sich um Druse oder um eine andere Krankheit handelt. 

Manche Tierärzte verschreiben Antibiotika, wenn sich die Krankheit noch im Frühstadium befindet. Dieses ist jedoch umstritten und die Krankheit sollte am besten von deinem Pferd durchlaufen werden. Sieh dir weiter unten unsere Erfahrungen an, unser Tierarzt gab unserer Stute Dubi auch Antibiotika, informiere dich daher und besprich die Behandlungsmöglichkeiten durch.

Hierbei kannst du deinem Pferd Drusewickel und auch milde Zugsalben auf die geschwollenen Lymphknoten auftragen. Diese lindern die Schmerzen deines Pferdes und wirkt durchblutungsfördernd.

Ebenso kannst du eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen als Wärmezufuhr nutzen und somit die Entzündung lindern. Achte darauf, dass die Wärmflasche nicht zu heiß ist, sondern nur lauwarm.

Sollten die Abszesse aufbrechen und der Eiter herauslaufen, ist es wichtig, dass du sie Wunde und die betroffenen Stellen sauber hältst.

Messe am besten täglich die Temperatur deines Pferdes, um den Krankheitsverlauf zu überprüfen. Bei steigender Temperatur solltest du deinen Tierarzt kontaktieren. 

Zur besseren Heilung braucht dein Pferd viele Mineralien, die sie über das Futter aufnehmen. Durch die Appetitlosigkeit und der Schmerzen beim Kauen ist es ratsam, das Futter aufzuweichen und Lucerne beizumischen. Auch das Fressen von leicht erhöhter Position ist einfacher, als vom Boden. Durch die angeschwollenen Lymphknoten am Hals kann dein Pferd das Fressen nicht mehr gut schlucken.

Bei Druse müssen alle infizierten Pferde isoliert werden, um nicht andere Pferde im Stall anzustecken. Auch du als Mensch musst dich entsprechend verhalten, dir also die Hände waschen, deine Kleidung reinigen und den Kontakt zu anderen Pferden meiden, wenn du bei einem infizierten Pferd warst. Unser Tierarzt kam bei unserem Druse-Fall immer mit Schutzanzug – besser vorsichtig, als die Ansteckung außer Kontrolle geraten zu lassen.

Was soll ich bei einem Verdacht von Druse machen?

Informiere umgehend deinen Tierarzt, um eine genaue Untersuchung erfolgen zu lassen und isoliere das erkrankte Pferd von den anderen. Die ganze Ausstattung des kranken Pferdes muss ordentlich desinfiziert werden. 

Sollte der Verdacht einer Druseerkrankung bei deinem Pferd auftauchen, ist es wichtig, dass du folgende Schritte befolgst, um andere Pferde zu schützen:

  • Informiere umgehend deinen Tierarzt und lasse dein Pferd untersuchen, ob es die Krankheit Druse hat.
  • Das betroffene Pferd sollte schnellstmögliches von den anderen Pferden isoliert werden. Verdachtspferde, die in der Nähe des erkrankten Pferdes waren, sollten ebenfalls isoliert und für einige Tage überwacht werden.
  • Stelle Desinfektionsmittel und Handschuhe vor die Box des kranken Pferdes und säubere alle Pferdegegenstände wie Sattel, Wassertrog oder Halfter des Pferdes. Die Krankheit kann auch über Gegenstände und Menschen übertragen werden.
  • Der betroffene Stallbereich sollte für fremde Personen sowie für Katzen und Hunde isoliert werden.
  • Gesund getestete Pferde sollten separat untergebracht werden.
  • Hast du mit einem Druse-positivem Pferd zu tun, darfst du nur nach Desinfektion, Umziehen, Hände waschen und absoluter Vorsicht zu anderen Pferden.

Unsere Erfahrung mit Druse

Wir haben leider auch schon eine Druse im Stall mitmachen müssen. In der Herde von Dubi wurde ein Pferd mit dem Erreger diagnostiziert und die gesamte Gruppe wurde unter Quarantäne gestellt. Da sich Druse sehr schnell verbreitet, wurden vom Stallbesitzer alle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung zu stoppen: Man durfte nur zu seinem Pferd auf die Weide gehen, nicht aber in den Stall oder in andere Gebäude.

Besuche waren nur noch für absolut notwendige Futter- und Medikamentengaben möglich. Sofort nach dem Besuch musste man sich umziehen und desinfizierten und wusch die Kleidung sofort mit einer Waschmaschine. Du kannst das Virus auf deine eigenen Haustiere übertragen und auch andere Pferde anstecken, wenn dir Nasensekret oder anderes an den Ärmeln oder den Händen haftet!

Vor der Diagnose in unserer Herde waren wir mit Dubi auf dem Außenplatz und erlebten, wie sie im Traben anfing zu husten und zum Schritt durchparierte. Es war ein trockener, unauffälliger Husten. Vielleicht kennst du ihn, wenn in eurer Stallgasse gefegt wird. Daher gingen wir davon aus, dass sie etwas Staub auf dem Platz eingeatmet hatte. Dies allerdings war im Nachhinein schon das erste Anzeichen auf Druse.

Das gefährliche an der Erkrankung ist die lange Inkubationszeit. Es können bis zu zwei Wochen nach Ansteckung vergehen, bis dein Pferd erste Symptome zeigt. Bis dahin kann es viele andere Pferde im Stall, am Putzplatz, in der Halle und auf der Weide anstecken. Nicht selten infiziert sich so ein ganzer Reitstall, bei uns war es zum Glück nur unsere Herde im Offenstall.

Zunächst hatte Dubi keinerlei auffällige Symptome und wir dachten naiv, dass sie vom Virus verschont bleibt und nichts bekommt. Leider war dem nicht so. Wir hatten einen Tierarzt, der alle Pferde auf der Weide durchcheckte und Fieber gemessen hat, die Luftröhre abgetastet und Husten provozierte. Hier kam es doch zum sogenannten „Auswurf“, Druse führt zur Verschleimung der Lunge. Ihre Lymphknoten waren bereits angeschwollen, wie der Tierarzt ertasten konnte.

Da sie erst vier war, war ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift, dennoch hatte sie Glück und blieb von einem schlimmen Verlauf mit Entzündungen verschont, da zeitnah ein Tierarzt mit der Behandlung ansetzte.

Der Tierarzt verordnete uns unter anderem Antibiotika, es gab schleimlösende Mittel und beim ersten Besuch ein fiebersenkendes Mittel. Diese mussten wir mehrere Tage bis zum nächsten Besuch weitergeben. Sputolysin war eines der Mittel, an die anderen können wir uns nicht mehr erinnern. Die Medikamente nahm sie über das Futter auf, dabei mussten wir ihr in den ersten Tagen den Futtertrog höher halten, da sie beim Fressen vom Boden Schwierigkeiten hatte.

Nach wenigen Tagen Nasenausfluss und einer matten Tagesform war Dubi über den Berg und nach der Freigabe durch den Tierarzt wurde die Quarantäne wieder aufgehoben. Im Nachhinein ist das schnelle Handeln bei dieser Krankheit das Positive gewesen. Einen weiteren Drusefall hatten wir danach zum Glück nicht nochmal.

Mehr zum Thema Offenstall haben wir hier: Pro & Contra Offenstall, Pferd von Box in Offenstall umziehen, Wie oft muss ich mein Pferd im Offenstall bewegen?

Sobald dein Pferd die Druse überstanden hat, kannst du ihm etwas gutes tun und erstmal für mehr Abwechslung nach der Isolation sorgen. Dazu haben wir dir viele tolle Ideen zusammengestellt, du musst nicht immer reiten und kannst es langsam angehen lassen: Mehr Abwechslung mit dem Pferd. Zusätzlich kannst du die Verbindung mit deinem Pferd stärken und unsere spannendsten Bodenarbeitsübungen ausprobieren: Bodenarbeit Ideenliste für Anfänger und Fortgeschrittene.

Dubi hat die Krankheit gut überstanden, im darauffolgenden Jahr machten wir unseren ersten Strandausritt!

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